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Panorama Happy End? Gepfändeter Mops Edda soll zurück zu seiner Familie – unter einer Voraussetzung
Nachrichten Panorama Happy End? Gepfändeter Mops Edda soll zurück zu seiner Familie – unter einer Voraussetzung
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17:51 03.03.2019
Mops Edda steht im Garten seiner neuen Besitzerin.
Mops Edda steht im Garten seiner neuen Besitzerin. Quelle: Mikko Schümmelfeder/dpa
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Ahlen

Neue Wendung in der Affäre um den gepfändeten Mops aus dem westfälischen Ahlen: Die Stadtverwaltung hat sich bereit erklärt, die Pfändungen und den Verkauf bei Ebay rückgängig zu machen.

„Hier hat jemand aus unserer kreativen Verwaltung vielleicht eine Idee zu viel gehabt“, wird Ahlens Bürgermeister Alexander Berger in einer Mitteilung zitiert. Weiter heißt es, die Stadt Ahlen sei bereit, die Pfändung des Mopses und den von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung über Ebay getätigten Verkauf des Tieres „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht rückabzuwickeln“. Voraussetzung hierfür sei, dass die beteiligten Parteien damit einverstanden sind.

Zuvor hatte die Affäre um die gepfändete und über Ebay verkaufte Mops-Dame auch die landespolitische Bühne erreicht. Nach Einschätzung des NRW-Innenministeriums hätte die junge Hündin öffentlich versteigert werden müssen. „Gepfändete Sachen sind auf schriftliche Anordnung der kommunalen Vollstreckungsbehörde öffentlich zu versteigern“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstag in Düsseldorf. Wer ein gepfändetes Tier auf einem privaten Ebay-Account anbiete, erfülle diese Voraussetzungen nicht.

Neue Besitzerin von Mops Edda sieht sich getäuscht

Nach Angaben der Stadt Ahlen hatte sie den Mops aus einer Familie pfänden lassen, die bei der Kommune hoch verschuldet ist. Ein Mitarbeiter der Stadt habe für „Edda“ über seinen privaten Ebay-Account 750 Euro verlangt, der Erlös sei etwas geringer ausgefallen und in die Stadtkasse geflossen. Zahlreiche Medien hatten über den Vorfall berichtet, der sogar international für Schlagzeilen sorgte und der Stadt massive Kritik einbrachte.

Die neue Besitzerin sieht sich getäuscht, der als gesund angepriesene Hund habe wegen einer Augenverletzung mehrere teure Operationen gebraucht. Ihr Anwalt habe „Strafanzeige wegen Betrugsverdacht gegen die Stadt Ahlen“ gestellt, zitierte das „Ahlener Tageblatt/Die Glocke“ die Mops-Käuferin aus Wülfrath bei Wuppertal. Viele Leser hätten sich gemeldet, um der Familie, aus der die gut anderthalb Jahre alte „Edda“ gepfändet worden war, zu helfen, den Hund wieder zurückzubekommen. Laut AT will die Wülfratherin die junge Mops-Dame aber mit dem „Segen der Ahlener Familie“ behalten.

Von RND/seb/dpa