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Panorama Ohne Anstand – Hochmütige Kundin beleidigt Verkäuferin im Supermarkt
Nachrichten Panorama Ohne Anstand – Hochmütige Kundin beleidigt Verkäuferin im Supermarkt
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17:17 30.05.2019
Jeder ist herzlich willkommen: Aber nicht jeder verhält sich im Supermarkt gemäß dieser Einladung. Im bayrischen Lichtenfels erlebte eine Verkäuferin extremen Kundenhochmut. Quelle: picture alliance / Paul Zinken/d
Lichtenfels

Kinder können ihren Eltern in Sachen Schule den letzten Nerv rauben. Wenn Sie nicht begreifen wollen, dass sie für die eigene Zukunft lernen, dass Bildung ein Privileg ist und Hausaufgaben keine Strafe sind. Irgendwann sind die Argumente verbraucht, ist der Mund fusslig. Was kein Grund ist, beleidigend gegen Unbeteiligte zu werden. Wie eine junge Mutter, die in einem Edeka-Supermarkt im bayrischen Lichtenfels auf die Verkäuferin hinter der Fleischtheke zeigte und ihrem Kind sagte: „Wenn Du weiterhin nichts für die Schule lernst, dann stehst Du auch mal dort hinten!“

Der Markt konterte mit einem leidenschaftlichen Post

Der Markt ging zum Gegenangriff über und konterte bei Facebook: „Dem können wir nicht zustimmen! Wenn Ihr Kind weiterhin nichts lernt, dann steht es in der Schlange am Arbeitsamt!“ Viele der Edeka-Arbeitskräfte hätten mittlere Reife, einige sogar Abitur. „Und solange Menschen wie Sie mit dem Finger auf Menschen wie uns zeigen, macht es auch keinen Sinn, Ihnen zu erklären, dass ein Meistertitel so viel Wert ist wie ein Studium und eine duale Ausbildung weltweit mehr zählt als ein Abitur.“

Danach wendet sich die Markt-Belegschaft in ihrem Post direkt an die Mutter: „Einen Abschluss in Empathie und Menschlichkeit, Respekt und Wertschätzung erhält ihr Kind nicht in der Schule – aber das erledigen wir später gerne für Sie. Falls Ihr Kind doch den Abschluss schafft. Und mit etwas Glück vielleicht dann doch hinter unserer Fleischtheke steht und eine Ausbildung macht. Und Menschen wie Sie dann trotzdem mit einem Lächeln bedient. Da es gelernt hat, dass jeder Mensch Respekt verdient hat.“ Ironischer Schlusssatz: „Auch wenn es manchmal etwas schwerer fällt.“

Twitter für Anstand: Die meisten Tweets richten sich gegen die Mutter

Der Post ging viral, wurde rund 17 000 Mal geteilt. Bei Twitter berixchteten viele Supermarktangestellte von eigenen bitteren Erfahrungen in Sachen Kundenanstand, Die meisten Reaktionen richteten sich gegen die Mutter. Lob gab es für den Edeka-Chef, der ganz klar hinter seinen Mitarbeitern stand. Eine äußert die Vermutung, das zur Mutter gehörige Kind habe wohl „kein Scheibchen Wurst bekommen.“

Von RND/big

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