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Panorama Hund „Cactus“ läuft mehrtägigen Ultra-Marathon in der Sahara mit
Nachrichten Panorama Hund „Cactus“ läuft mehrtägigen Ultra-Marathon in der Sahara mit
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11:52 12.04.2019
Ein kleiner Hund schließt sich Läufern eines Ultra-Marathons in der Sahara an und weicht bis zum Ziel nicht von ihrer Seite. Quelle: Twitter/Marathon des Sables
Rabat

230 Kilometer Wüste, in sieben Tagen und alles zu Fuß: Der Ultra-Marathon „Marathon des sables“ gilt für viele Menschen als eine der härtesten sportlichen Herausforderungen der Welt. Doch wie wirkt sich die Belastung auf Tiere aus? Ein kleiner Hund namens Cactus macht den Selbstversuch und hat den Spaß seines Lebens.

Die zweite Etappe hatte gerade begonnen als sich plötzlich ein kleiner weißer Hund dem Läuferfeld in der lebensfeindlichen Wüste anschließt. Er begleitet die Sportler bis zum Ziel und laut dem Twitter-Account des Wettbewerbs bleibt der Hund in der Nacht bei den hartgesottenen Sportlern. Er wird verpflegt und bleibt den Läufern auch bei der dritten Etappe treu. Für die 37 Kilometer braucht der Hund nur vier Stunden und 30 Minuten. Das bedeutete Platz 52 des Gesamtrennens und eine Medaille als Erinnerung.

Fünf Etappen auf vier Beinen

Schließlich geben die Sportler ihrem vierbeinigen Begleiter einen Namen: „Cactus“. Einige Läufer wollen den hartgesottenen Vierbeiner gar gleich adoptieren, jedoch hat dabei auch die Besitzerin noch ein Wörtchen mitzureden. Die meldet sich nämlich bei den Veranstaltern und bekommt den Hund nach dem Wettbewerb zurück. Denn nach der vierten und fünften will „Cactus“ wohl auch die letzte Etappe am Freitag abschließen, wie die Besitzerin auf Twitter vermutet.

„Wenn ich ihn wieder aufnehmen kann, werde ich das tun, doch ich weiß, dass er gerade die großartigste Zeit seines Lebens verbringt. Also lasst mich bitte wissen, wo er ist und wo ihr morgen hinwollt“, schreibt Besitzerin Karen Hadfield. Das nehmen die Veranstalter zum Anlass, um den kleinen Hund mit einem Tracker auszustatten. Damit lässt sich im Netz permanent seine Position nachverfolgen.

Lange Wege, wenig Ausrüstung

Jedes Jahr findet in der marokkanischen Sahara-Wüste der anspruchsvolle Sechs-Etappen-Marathon statt (die längste Etappe ist 80 Kilometer lang). Rund 1000 Teilnehmer nehmen an dem 1986 von dem Franzosen Partick Bauer begründeten Laufwettbewerb teil. Dabei müssen die Sportler am Tag eine Temperatur von über 40 Grad Celsius überstehen, während sie in der Nacht auch bis auf fünf Grad abfallen kann.

Doch sind nicht nur die äußeren Bedingungen der Wüste eine große Herausforderung. Die Läufer müssen mit einer minimalen Ausrüstung um 2000 Kalorien Energie, einem Schlafsack und einem Schlangenbissset auskommen. Lediglich Wasser und ein Zelt werden von den Organisatoren gestellt.

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Von RND/Moritz Naumann

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