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Panorama Im Einsatz verloren – Leipziger Polizei sucht weiter nach Maschinenpistole
Nachrichten Panorama Im Einsatz verloren – Leipziger Polizei sucht weiter nach Maschinenpistole
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10:58 05.08.2019
Vor drei Jahren verschwand bei einem Einsatz der Leipziger Polizei eine Maschinenpistole. Bis heute fehlt jede Spur von der Waffe. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
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Leipzig

Vor drei Jahren ist bei einem Einsatz der Leipziger Polizei eine Maschinenpistole verschwunden. Bis heute fehle jede Spur von der Waffe, sagte ein Polizeisprecher. Das Verfahren wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Mai 2017 vorläufig eingestellt. Ergäben sich neue Hinweise, würden die Ermittler diesen aber nachgehen.

Auf dem Dach vergessen

Die Maschinenpistole vom Typ Heckler & Koch MP5 war am 11. August 2016 während eines abendlichen Einsatzes verschwunden. Ein Beamter hatte die Waffe beim Schichtwechsel auf dem Dach eines Einsatzfahrzeuges abgelegt. Als die Polizei genau zu diesem Zeitpunkt zu einem Einsatz wegen eines Tankstellenüberfalls in Grünau gerufen wurde, hatte der Ordnungshüter seine Waffe vergessen. Obwohl ein Großaufgebot an Polizisten mit Sprengstoffhunden nach der Maschinenpistole suchte, blieb sie verschwunden.

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1000 Euro Belohnung

Mit Plakaten hatte die Polizei nach dem Verschwinden der Maschinenpistole nach Zeugen gesucht, die ein „Aufschlaggeräusch von Metall auf festem Untergrund“ gehört haben. Die Behörden hatten für Hinweise auf die Waffe 1000 Euro Belohnung ausgesetzt. Zwar gingen laut Staatsanwaltschaft „jede Menge Hinweise“ ein, doch die Waffe blieb verschwunden. Lediglich das Magazin der scharfen Waffe wurde gefunden und abgegeben. „Wir haben keine Anhaltspunkte, dass jemand die Waffe hat“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Disziplinarverfahren abgeschlossen

Gegen den Polizisten, dessen Maschinenpistole verschwunden war, wurde nach dem Vorfall ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Es sollte untersucht werden, ob der Beamte vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hatte. Wie das Verfahren ausging, wollte der Polizeisprecher nicht sagen. Sowohl das Disziplinarverfahren als auch die dienstrechtliche Prüfung des Vorfalls seien aber mittlerweile abgeschlossen.

Von Theresa Held/dpa/RND