Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Panorama Kollegen mit Pausenbroten vergiftet: Ermittlungen laufen nach Urteil weiter
Nachrichten Panorama Kollegen mit Pausenbroten vergiftet: Ermittlungen laufen nach Urteil weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:51 08.03.2019
Der 57-jährige Klaus O. wurde wegen versuchten Mordes verurteilt. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Bielefeld

Trotz der Höchststrafe im Prozess um vergiftete Pausenbrote will die Staatsanwaltschaft Bielefeld den Fall noch nicht zu den Akten legen. Die Ermittlungen zu 21 ungeklärten Todesfällen von Mitarbeitern des Betriebes in Ostwestfalen würden nach dem Prozessende am Donnerstag nicht eingestellt, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Veit Walter am Freitag. „Aktuell ermitteln wir weiter. Das ist eine Momentaufnahme.“ Sollte der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen, könnte sich das allerdings schnell ändern.

Laut Walter hätten weitere Nachweise von Straftaten und ein möglicher neuer Prozess Auswirkungen auf die Strafbewertung nach 15 Jahren Haft des am Donnerstag verurteilten Bielefelders. In Deutschland werden lebenslange Haftstrafen nach diesem Zeitraum üblicherweise überprüft und zur Bewährung ausgesetzt.

Klaus O. für versuchten Mord und Körperverletzung verurteilt

Am Donnerstag war ein 57-jähriger Deutscher für versuchten Mord und Körperverletzung durch das Landgericht Bielefeld zu einer lebenslangen Haftstrafe und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Außerdem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Schlosser drei seiner Kollegen über Jahre mit Chemikalien auf Pausenbroten und Getränkeflaschen gesundheitlich schwer geschädigt hatte. Eines der drei Opfer liegt mit einem Hirnschaden seit 2016 im Wachkoma und muss gepflegt werden, zwei sind schwer nierenkrank.

Nach der Festnahme des Täters hatten die Ermittlungsbehörden im Juni 2018 angekündigt, 21 ungeklärte Todesfälle in dem Betrieb genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei geht es um Mitarbeiter der Firma in Schloß Holte-Stukenbrock, die vor Eintritt in den Ruhestand gestorben waren. Auffallend oft waren die Betroffenen demnach an Herzinfarkten und Krebserkrankungen gestorben.

Von RND/dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Beim Rosenmontagsumzug in Wülfrath hat ein Umzugsteilnehmer statt Süßigkeiten unter anderem Porno- und Horrorfilme als „Kamelle“ in die Menge geschmissen. Das hat nun Konsequenzen für den Karnevalisten.

08.03.2019

Was für eine Überraschung: In den USA wurde ein Transgendermann schwanger, obwohl er schon seit mehreren Jahren eine Hormontherapie machte. Nun spricht er darüber, wie es sich angefühlt hat, als Mann ein Baby auszutragen.

08.03.2019

Die „Femen“-Aktivistinnen sind für ihre krassen Aktionen bekannt: Am Weltfrauentag haben mehrere von ihnen mit nackten Oberkörpern das Tor zu Herbertstraße in Hamburg – die bekannt für Prostitution ist – aus den Angeln gehoben.

08.03.2019