Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Panorama Mann setzt Schulbus voller Kinder in Brand
Nachrichten Panorama Mann setzt Schulbus voller Kinder in Brand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:59 20.03.2019
Ein Mann hatte am Mittwoch einen Bus voller Schulkinder in seine Gewalt gebracht und diesen dann in Brand gesetzt. Quelle: dpa/Daniele Bennati/ANSA/AP
Anzeige
Rom

Ein Mann hat in Italien einen Bus voller Schulkinder in seine Gewalt gebracht und dann in Brand gesetzt. Nach ersten Angaben wurden rund ein Dutzend Kinder ins Krankenhaus gebracht, allerdings ohne schwere Verletzungen. Dem Mailänder Staatsanwalt Alberto Nobili zufolge wird in alle Richtungen ermittelt und auch ein Terrormotiv geprüft.

Der italienische Staatsbürger mit senegalesischen Wurzeln habe den Schulbus bei Mailand vom Weg abgebracht und ihn anschließend angezündet, erklärte Innenminister Matteo Salvini am Mittwoch. Der Mann sei festgenommen worden. An Bord waren nach Medienberichten rund 50 Kinder, die aber noch vor dem Feuer aussteigen konnten.

Anzeige

Mann soll „Hier kommt niemand lebend raus“ gerufen haben

Auf Bildern war ein vollkommen ausgebrannter Bus zu sehen. Verschiedene italienische Medien berichteten, der Mann habe „Hier kommt niemand lebend raus“ gerufen und dann den Wagen in Flammen gesetzt. Auch habe er geschrien, „das Sterben im Mittelmeer muss aufhören“. Auf einem Video sind Kinder zu sehen, die um die zwölf Jahre alt sind und panisch schreiend aus dem Bus laufen. Die Polizei konnte die Kinder noch rechtzeitig retten. Der Mann habe wegen sexueller Gewalt und Trunkenheit am Steuer Vorstrafen gehabt, sagte Salvini.

„Er hat gesagt, wenn sich jemand bewegt, schüttet er Benzin aus und zündet das Feuer an“, erzählte ein Mädchen aus dem Bus der Nachrichtenagentur Ansa. Er habe gesagt, dass die Menschen in Afrika sterben müssten und dass das die Schuld der italienischen Vize-Regierungschefs Salvini von der rechten Lega und Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung sei.

Die populistische Regierung in Rom fährt seit ihrem Amtsantritt einen harten Kurs gegen Migranten und verweigerte mehreren Rettungsschiffen mit Geflüchteten das Anlegen in Italien.

Von RND/dpa

Anzeige