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Panorama Bereits 13 Tote nach Grubenunglück in Tschechien
Nachrichten Panorama Bereits 13 Tote nach Grubenunglück in Tschechien
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08:55 21.12.2018
Rettungskräfte sind nach einem schweren Grubenunglück an einem Steinkohlebergwerk im Einsatz. Quelle: dpa
Karvina

Bei einem Grubenunglück im Osten Tschechiens sind mindestens 13 Bergleute getötet worden. Das teilte ein Sprecher der Betreibergesellschaft OKD am Freitagmorgen mit, wie die Agentur CTK berichtete. Drei Bergarbeiter seien noch im Krankenhaus. Einer von ihnen befinde sich in einem kritischen Zustand. Zuerst wurde von fünf Toten ausgegangen. Die Mehrzahl der Opfer stammten den Angaben zufolge aus Polen. In dem Bergwerk wird Steinkohle abgebaut.

In einer Tiefe von rund 800 Metern war es am Donnerstagabend zu einer verheerenden Explosion eines Luft-Methangas-Gemischs gekommen. Die Ministerpräsident Polens, Mateusz Morawiecki, und Tschechiens, Andrej Babis, wollten noch am Freitag an den Unglücksort reisen.

Die Grubenwehr suchte in der Tiefe nach möglichen Opfern und Überlebenden. Zum Abtransport der Verletzten standen an der Oberfläche Rettungswagen und ein Hubschrauber bereit.

Bergwerk wurde gerade erst modernisiert

Das Bergwerk nahe der Stadt Karvina, rund 300 Kilometer östlich von Prag, ist seit 1968 in Betrieb und wurde vor einigen Jahren modernisiert. Die Stollen liegen in einer Tiefe von bis zu 1100 Metern.

Das Unglück sei eine große vorweihnachtliche Tragödie, sagte der Bürgermeister der angrenzenden Bergwerksgemeinde Stonava, Ondrej Feber, der Onlineausgabe der Zeitung „Pravo“.

Der Bergwerksbetreiber OKD ist seit April wieder im Besitz des tschechischen Staates. Die Regierung in Prag hatte den Betrieb nach der Insolvenz für umgerechnet rund drei Millionen Euro übernommen. Das Unternehmen beschäftigt in der strukturschwachen Region rund 9500 Menschen. In diesem Jahr wurden rund fünf Millionen Tonnen Steinkohle gefördert.

Von RND/dpa

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