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Panorama Nach Leichenfund auf dem Deichbrand-Festival: Seelsorger sprechen über Einsatz
Nachrichten Panorama Nach Leichenfund auf dem Deichbrand-Festival: Seelsorger sprechen über Einsatz
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18:03 21.07.2019
60 000 Fans reisten in die Nähe von Cuxhaven zum Deichbrand-Festival. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Cuxhaven

Nach dem Tod einer Festival-Besucherin auf dem „Deichbrand“-Open-Air in Nordholz bei Cuxhaven haben Seelsorger die Freunde und Angehörigen begleitet. Besucher des Festivals hätten ihre 26-jährige Freundin am Sonntagmorgen leblos in ihrem Zelt gefunden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Wiederbelebungsversuche des Notarztes seien erfolglos geblieben. „Es war gut, dass wir Freunden und Angehörigen helfen konnten“, sagte der Koordinator des Seelsorge-Teams, der evangelische Pastor Manfred Lea, dem epd.

Die Polizei hat eigenen Angaben zufolge Ermittlungen aufgenommen. Derzeit gebe es keine Hinweise, die auf Fremdverschulden oder auf die Einnahme illegaler Substanzen hindeuteten. Die Staatsanwaltschaft Stade wolle noch entscheiden, ob es eine Obduktion geben solle. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen sowie den Freundinnen und Freunden der jungen Frau“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven, Arne Schmidt.

Zweite Person musste wiederbelebt werden

Eine zweite Reanimation am Sonnabend sei erfolgreich verlaufen, berichtete Lea. Der junge Mann sei ansprechbar gewesen und ins Krankenhaus gekommen. In diesem Fall hätten Seelsorger seiner Freundin zur Seite gestanden. Insgesamt waren nach Angaben des Pastors elf Kolleginnen und Kollegen im Seelsorge-Team des viertägigen Festivals im Einsatz. Eine wichtige Aufgabe seien Gespräche gewesen, in denen es beispielsweise auch um Lebensängste gegangen sei.

Sowohl Lea wie auch die Polizei sprachen in der Gesamtbilanz von einem friedlichen Festival, auf dem ausgelassen gefeiert worden sei. In einer Festivalwache wurden vor Ort 100 Straftaten registriert, 50 weniger als im Vorjahr. Dabei ging es meist um Diebstahl, Körperverletzung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Polizei nannte eine Zahl von mehr als 50.000 Besucherinnen und Besuchern. Seit 2012 begleiten Seelsorgerinnen und Seelsorger das Festival. Sie wollen auch im kommenden Jahr dabei sei.

Von rnd/epd

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