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Panorama R. Kelly plädiert erneut auf nicht schuldig
Nachrichten Panorama R. Kelly plädiert erneut auf nicht schuldig
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22:48 02.08.2019
Eine Zeichnung zeigt den Sänger R. Kelly (Mitte) am Freitag vor Gericht in New York. Quelle: AP
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New York

Er ist sich keiner Schuld bewusst: Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte US-Sänger R. Kelly hat erneut seine Unschuld beteuert. Über seine Anwälte plädierte der 52-Jährige am Freitag vor einem Gericht in New York auf nicht schuldig. Einen Antrag auf Freilassung auf Kaution lehnte Richter Steven Tiscione ab. Kellys Anwälte kündigten an, über einen Einspruch dagegen nachzudenken. Der Sänger war anwesend, äußerte sich aber nicht. Vor dem Gerichtsgebäude im Stadtteil Brooklyn hatten sich mehrere Fans des Musikers versammelt, um ihn zu unterstützen.

Der nächste Anhörungstermin ist am 2. Oktober

Bei einem zweiten Gerichtstermin wenige Stunden später legte Richterin Ann Donnelly den nächsten Anhörungstermin auf den 2. Oktober. Kelly werde daran wahrscheinlich nicht persönlich teilnehmen, sagte sein Anwalt.

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Die Staatsanwaltschaft in New York wirft Kelly unter anderem sexuellen Missbrauch und Erpressung vor. Der Musiker soll Mitarbeiter, darunter Bodyguards und Assistenten, angestiftet haben, Mädchen für illegale sexuelle Handlungen zu gewinnen.

In Chicago werden dem einstigen Superstar 13 Anklagepunkte zur Last gelegt

Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft in Chicago Anklage gegen Kelly erhoben. Sie legt dem früheren Superstar („I Believe I Can Fly“) 13 Anklagepunkte zur Last, darunter die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz. Kelly hat auch in dieser Anklage auf nicht schuldig plädiert. Insgesamt geht es bei den Anklagepunkten um die Misshandlung von zehn Frauen, von denen acht zur angeblichen Tatzeit minderjährig waren.

Azriel Clary (l) und Joycelyn Savage verlassen das Bundesgericht in Brooklyn nach der Anklageerhebung gegen R. Kelly. Clary und Savage haben in Chicago mit R. Kelly zusammengelebt. Quelle: AP

Dem Sänger waren zuvor bereits zahlreiche weitere Anklagepunkte zur Last gelegt worden, unter anderem ein schwerer sexueller Übergriff. Der Musiker hatte auf nicht schuldig plädiert und war gegen Kaution freigekommen.

Anschuldigungen waren vor 20 Jahren bekannt geworden

Die ersten Anschuldigungen gegen den aus Chicago stammenden Musiker mit dem bürgerlichen Namen Robert Sylvester Kelly waren vor rund 20 Jahren bekannt geworden. Neues Aufsehen erregten in den vergangenen Monaten Vorwürfe in der TV-Dokumentation „Surviving R. Kelly“.

Kelly, der mit rund 50 Millionen verkauften Alben und zahlreichen Auszeichnungen jahrelang zu den erfolgreichsten R&B-Künstlern zählte, hatte seinen Kritikern immer wieder Rufmord-Kampagnen vorgeworfen.

Der Sänger plädiert in allen ihm vorgeworfenen Fällen auf „nicht schuldig“. Quelle: AP

Von dpa/rnd