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Panorama Sensationsfund in Mexiko: Maya-Opfergaben in Ruine entdeckt
Nachrichten Panorama Sensationsfund in Mexiko: Maya-Opfergaben in Ruine entdeckt
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11:46 05.03.2019
Die Maya haben in den Keramikgefäßen offenbar Knochenfragmente und verkohltes Material untergebracht. Quelle: Karla Ortega/Mexico's National Institute of Anthropology and History/AP
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Chichén Itzá (Mexiko)

Rund 200 Keramikgefäße entdeckten mexikanische Archäologen in der Höhle der Maya-Ruinenstadt Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatán. Für sie war es eine wahre Besonderheit, denn die Gefäße sind nahezu unberührt und stammen laut „National Institute of Anthropology and History“ aus der Zeit bis 1000 n. Chr. Zu dieser Zeit hatte die Kultur der Maya ihre Endphase.

Maya mussten damals auf dem Bauch in die Höhle gelangen

Die Maya haben in den Keramikgefäßen offenbar Knochenfragmente und verkohltes Material untergebracht. Somit wird vermutet, dass es sich bei den Gefäßen um Opfergaben handelt, die in die Höhle Balamku gebracht wurden. Balamku ist etwa vier Kilometer östlich von der Hauptpyramide von Kukulkan, auch bekannt als El Castillo („Die Burg“), gelegen. Die extrem enge Höhle erforderte laut Chef-Forscher Guillermo de Anda großes Geschick: Auf Bäuchen hätten die Maya durch die Höhlengänge robben müssen, um die Opfergaben in größere Kammern zu bringen.

Vor 50 Jahren wurde die Erkundung der Höhle abgebrochen

Erst 2018 begann die Erkundung der Höhle. Wissenschaftler wurden durch Hinweise von Einheimischen auf die unterirdischen Gänge aufmerksam. Allerdings war dies nicht das erste Mal, dass sich die Nachwelt der Höhle widmete. Bereits 50 Jahre zuvor hatten sich Maya-Nachfahren mit der Höhle beschäftigt, erforschten sie allerdings nicht vollständig.

Nach Anordnung eines Wissenschaftlers, die Höhle zu verschließen, um die unterirdische Anlage vermutlich zu schützen, wurden die Forschungsarbeiten wieder eingestellt. Der zugehörige Bericht ging in Regierungsarchiven unter.

Von RND/aw