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12:45 22.02.2019
Modedesigner Karl Lagerfeld mit Mitarbeitern bei der Pariser Fashion Week 2016. Quelle: picture alliance / dpa
Paris

Karl Lagerfeld galt als der Kaiser der Modewelt, eine Ikone, die sich nach ganz oben gearbeitet hat. Seinen Erfolg verdankte er unter anderem seinem unermüdlichen Arbeitseifer und Perfektionismus: Der Modezar überließ nichts dem Zufall, arbeitete noch bis kurz vor seinem Tod.

Am Dienstag starb Lagerfeld in Paris. Medienberichten zu Folge war er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Auch für den Fall seines Todes wollte der Modezar nichts dem Zufall überlassen und hat laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung Anweisungen für seine Mitarbeiter aufgeschrieben, wie sie sich nach seinem Tod zu verhalten haben.

Auf fünf DIN-A4-Seiten soll der Modemacher festgehalten haben, wie unter anderem seine Karl-Lagerfeld-Stores zu dekorieren seien oder wie die Mitarbeiter auf Beileidsbekundungen zu reagieren hätten. „Danke für Ihr Beileid“ oder „Es ist für uns alle eine schwere Zeit“ gab Lagerfeld laut „Bild“ als mögliche Antworten vor.

Für die Schaufenster seiner Boutiquen, unter anderem in Berlin, Paris und New York, wies er demnach an, dass alle Produkte entfernt werden und durch einen Strauß Blumen ersetzt werden. „Bitte kaufen Sie einen großen Strauß weißer Rosen und platzieren Sie ihn in der Mitte des Schaufensters“, zitiert die Zeitung aus dem Handbuch der Mode-Ikone. Selbst die Größe der Blumen (120 Zentimeter) und die Farbe der Vase (transparent oder weiß) seien von Lagerfeld vorgegeben worden.

Star-Designer und Mode-Ikone Karl Lagerfeld ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Wir zeigen sein Leben als Modeschöpfer von den Anfängen bis heute.

Eine große Beerdigungszeremonie für Lagerfeld soll es nicht geben, das hatte sich der Modezar selbst so gewünscht. „Wie schrecklich! Es wird keine Beerdigung geben. Eher sterbe ich“, sagte er vor zehn Monaten in einem Interview gegenüber dem Magazin „Numéro“.

„Wir respektieren den Wunsch von Karl Lagerfeld“, bestätigte ein Sprecher von Lagerfelds Modehaus eine möglichst unspektakuläre Beisetzung.

Von RND/mat

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