Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Panorama Sternekoch würzte vegane Currys mit Hühnerbrühwürfel aus dem Supermarkt
Nachrichten Panorama Sternekoch würzte vegane Currys mit Hühnerbrühwürfel aus dem Supermarkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:23 25.06.2019
Blick in eine Restaurant-Küche. Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
London

Karunesh Khanna ist ein vielfach ausgezeichneter Spitzenkoch-Koch. Mit seiner gehobenen Küche hat er schon Stars wie David Beckham und Charlize Theron begeistert. In London musste der Michelin-Koch nun aber zugeben, dass er in seinen Gerichten regelmäßig billige Hühnerbrühwürfel verwendet hat, um ihnen Geschmack und Würze zu geben – auch in vegetarischen Gerichten.

Billige Hühnerbrühe auch in vegetarischen Gerichten

Wie die „Daily Mail“ berichtet, bereitete der Chefkoch des „Tamarind“-Restaurants in London seine Brühen und Fonds nicht selber zu. Stattdessen verwendete er fertige Hühnerbrühe-Würfel. Das indische Restaurant im Stadtbezirk „Soho“ ist bekannt für seine elitäre indische Küche. Ein Tagesmenüs kostet immerhin 114 Pfund, umgerechnet etwa 130 Euro. Die Brühwürfel in den Gerichten stammten jedoch nicht etwa von einem Edel-Zulieferer, sondern von der Marke „Knorr“ aus dem Supermarkt.

Der Spitzenkoch verwendete die Billigzutat nicht nur in Fleischgerichten. Auch vegetarische und vegane Gerichte peppte er mit den Hühnerbrühe-Würfeln auf. Diese enthalten jedoch Hühnchenbestandteile. Die Gäste wussten natürlich nichts von der Zutat in ihren Currys.

Wer sich beschwert, wird gefeuert

Ein Mitarbeiter empörte sich über den Betrug von Vegetariern und Veganern, berichtete die „Daily Mail“. Besonders störte ihn aber, dass viele religiöse Menschen vegetarische und vegane Speisen bestellten, um ihrem Glauben zu folgen. Auch sie wurden durch die Brühwürfel getäuscht. Der Manager Mafis Ali forderte den Koch deswegen dazu auf, die Gäste über die Zutat in ihrem Essen zu informieren. Doch wie die „Daily Mail“ berichtete, antwortete Khanna dem Manager nur: „Gäste müssen so etwas nicht wissen.“

Karunesh Khanna bestand darauf, die Billig-Brühe weiter zu verwenden. Die Leitung der „Tamarind“-Kette unterstützte den Sternekoch: Als der Manager Mafis Ali sich dort beschwerte, sei er prompt gefeuert worden. Offenbar war es der Leitung zu wichtig, ihren Michelin-Koch zu behalten.

Prozess gegen den Sternekoch

Der Skandal kam schließlich ans Licht, weil der Manager wegen seines Rauswurfs vor dem Arbeitsgericht klagte. Im folgenden Prozess musste Karunesh Khanna zugeben, dass er die Knorr-Würfel in seinen Gerichten verwendete. Das Arbeitsgericht hat entschieden, dass Alis Rauswurf nicht gerechtfertigt war. Dem ehemaligen Manager steht deswegen eine Entschädigung zu.

Von RND/lzi

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Einzelhandel wurden 2018 Waren im Wert von rund 3,75 Milliarden Euro geklaut. Daran konnten auch Videokameras in den Verkaufsräumen und elektronische Etikette nichts ändern. Eine wichtige Rollen spielen dabei organisierte Diebesbanden.

25.06.2019

Normalerweise landen Kriminelle in Polizeigewahrsam – in Niedersachsen gewährten die Beamten jetzt elf Alpakas und vier Ponys Unterschlupf. Der Hintergrund ist traurig.

25.06.2019

Wenige Minuten später wäre der Säugling vermutlich tot gewesen: Ein Jack Russell Terrier hat bei einem Spaziergang in Russland ein abgelegtes Baby entdeckt – weil der tierische Held seinen Besitzer ins Gebüsch zog, rettete er dem neugeborenen Kind das Leben.

25.06.2019