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Panorama Unwetter-Warnung: Schwere Gewitter nach Hitze am Wochenende – Behinderungen im Bahnverkehr
Nachrichten Panorama Unwetter-Warnung: Schwere Gewitter nach Hitze am Wochenende – Behinderungen im Bahnverkehr
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10:16 03.06.2019
Autos fahren langsam durch eine tiefe Pfütze in Nordrhein-Westfalen. (Archivfoto) Quelle: Caroline Seidel/dpa
Offenbach

Nach dem sommerlichen Wochenende sind am Montagmorgen von Westen teils starke Gewitter nach Deutschland gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am frühen Montagmorgen vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel in Teilen Nordrhein-Westfalens und starkem Gewitter in Teilen Niedersachsens.

Auf dem Wetterportal „kachelmannwetter.de“ waren vor allem zwischen Aachen und Recklinghausen zahlreiche Blitzschläge verzeichnet. Ein Blitzeinschlag in ein Stellwerk in Mülheim behinderte am Montagmorgen bereits den Bahnverkehr zwischen dem Rheinland und dem Ruhrgebiet. Durch die Störung seien Signale und Weichensteuerungen ausgefallen, sagte ein Sprecher. Die Züge führen teils mit deutlich verminderter Geschwindigkeit. Betroffen waren zahlreiche Züge im Regionalverkehr zwischen dem Rheinland und dem Ruhrgebiet – unter anderem der RE 1 und RE 6. Es komme zu Verspätungen und Teilausfällen, teilte die Bahn mit. Der Fernverkehr werde über Gelsenkirchen umgeleitet. Zuerst hatte die „WAZ“ berichtet.

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In Niedersachsen könnten die Gewitter am Nachmittag schwerer werden

Auch die Menschen in Niedersachsen müssen sich am Montag mancherorts auf Gewitter einstellen. Gegen Nachmittag könnten diese auch schwerer werden, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst am Montagmorgen. Betroffen sei dann voraussichtlich vor allem der Osten des Landes und auch die Landeshauptstadt Hannover. Bis zum Morgen gab es zunächst keine stärkeren Gewitter. Auch schwere Schäden wurden in Niedersachsen vorerst nicht gemeldet, wie ein Polizeisprecher sagte.

In Hessen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) ebenfalls vor teils schweren Unwettern und Schauern. Den DWD-Meteorologen zufolge beginnt der Montag noch leicht bewölkt, ab dem Mittag steigt dann vom Bergland aus die Gewittergefahr. Zum Nachmittag hin sei dann landesweit mit Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter zu rechnen, mancherorts könne es auch hageln.

30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter, örtlich auch Hagel – die Menschen im Südwesten müssen am Montag ebenfalls mit heftigen Gewittern rechnen. Bis Montagnachmittag bleibe es zunächst sonnig, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montagmorgen sagte. Wo genau Unwetter zu erwarten sind, lasse sich aber noch nicht sagen. „Potenzial ist überall gegeben“, sagte der Experte. Der südliche und südöstliche Teil Baden-Württembergs werde aber voraussichtlich am meisten betroffen sein.

Starke Gewitter im Norden erwartet

Am späten Montagnachmittag müssen sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf schwere Gewitter einstellen. „Eine Schwergewitterlage wird hier immer wahrscheinlicher“, erklärte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Montagmorgen. Sollte eine akute Gefahr für die Bevölkerung ausgehen, würden rechtzeitig Warnungen des DWD ausgesprochen. Die Gewitterfront zog am Montag von Westen zunächst über Ostniedersachsen, bevor sie am späten Nachmittag oder frühen Abend den Nordosten Deutschlands erreichen sollte.

Auch für Teile Schleswig-Holsteins sprach der DWD eine Warnung aus. Diese gilt für die Kreise Stormarn, Segeberg und Ostholstein. Dort kann es zu Blitzeinschlägen und Starkregen kommen.

Hitzewarnung in Ostdeutschland

Für Ostdeutschland warnte der DWD außerdem vor Hitze: Bis zu 35 Grad erwartete der Dienst für Teile Brandenburgs. Für das restliche Land ging der DWD von Höchsttemperaturen zwischen 22 und 27 Grad aus.

Mit einer Spitzentemperatur von 32,9 Grad war der Sonntag der bisher heißeste Tag des Jahres. Laut DWD erreichte das Thermometer diesen Wert sowohl in Geldern-Walbeck in Nordrhein-Westfalen als auch in Lenzen (Elbe) in Brandenburg.

Von RND/dpa/seb