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Panorama „Viking Sky“ in Sicherheit: Besuch in Kiel auf der Kippe
Nachrichten Panorama „Viking Sky“ in Sicherheit: Besuch in Kiel auf der Kippe
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16:03 24.03.2019
Von Frank Behling
Die „Viking Sky“ ist vor der norwegischen Küste in Seenot geraten. Eigentlich soll sie am 31. März in Kiel die Sommersaison der Kreuzfahrtschiffe eröffnen. Quelle: Frank Einar Vatne/NTB scanpix/dpa
Hustadvika/Kiel

Das Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ ist wieder in Sicherheit. Begleitet von vier Schleppern ist sie am Sonntag kurz nach 15 Uhr in den schützenden Molde-Fjord eingelaufen. Im Hafen von Molde soll das 228 Meter lange Kreuzfahrtschiff jetzt untersucht werden. Nach dem Anlegen will die Reederei das weitere Vorgehen bekanntgeben. Eventuell müssen alle 915 Passagiere die Heimreise antreten. Abhängig ist das von der Dauer der Untersuchung und eventueller Reparaturen an Bord.  

Die Kreuzfahrt des Schiffes sollte ursprünglich am 27. März in Amsterdam enden. Von dort sollte am selben Tag die nächste Kreuzfahrt nach Hamburg und Kiel beginnen. Ob diese Reise wie geplant starten kann, wird sich erst nach Untersuchung der Maschinenanlage der „Viking Sky“ zeigen.  

Besseres Wetter erlaubt Einschleppen

Wegen Wetterbesserung auf See konnte die Evakuierung des Schiffs gestoppt und das Einschleppen des Havaristen begonnen worden. Der norwegische Offshore-Versorger „Ocean Responce“ hatte das Kreuzfahrtschiff am Sonntagmorgen auf den Haken genommen. Der Schlepper „Vivax“ sorgte als Heckschlepper für einen stabilen Kurs beim Einlaufen in die Zufahrt von Molde. Zwei Schlepper und ein Schiff der Küstenwache eskortierten den Schleppzug. An Bord durften die Passagiere inzwischen auch die Sammelplätze verlassen, wie aus Tweets der Urlauber von Bord hervorgeht.

Motorschaden sorgt für Seenot

Am Sonnabend war die aus zwei elektrischen Antriebsmotoren und vier Dieselgeneratoren bestehende Maschinenanlage zeitweise ausgefallen. Dadurch drohte das erst vor zwei Jahren in Italien gebaute Schiff an der norwegischen Küste bei durch den Wind zu stranden. Erst wenige Meter vor einem Felsen konnte die Besatzung die Drift des Schiffes stoppen.

Ein Kreuzfahrtschiff mit 1300 Passagieren an Bord ist während eines Sturms vor der norwegischen Küste in Seenot geraten. Das Schiff habe ein Motorproblem, weshalb es evakuiert werden müsse, teilte die Polizei der norwegischen Provinz Møre og Romsdal auf Twitter mit.

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