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Politik im Rest der Welt AfD-Politiker fordern Höcke zur Vorstands-Kandidatur auf – aus Kalkül
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13:44 14.07.2019
Björn Höcke bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD im brandenburgischen Cottbus. Quelle: imago images / Christian Ditsch
Berlin/Frankfurt

Nach seiner Attacke gegen den Bundesvorstand haben führende westdeutsche AfD-Politiker den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke einem Medienbericht zufolge aufgerufen, bei der kommenden Wahl des Gremiums seinen Hut in den Ring zu werfen.

Höcke habe mit seiner Attacke „die Machtfrage“ gestellt, sagte der hessische AfD-Chef Klaus Herrmann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Deshalb dürfe er sich auf dem Bundesparteitag im November nicht verstecken. Er müsse „den Mut haben, sich zu stellen“. Da Höcke behaupte, er könne es besser, dürfe er sich nicht nur um eine nachgeordnete Position bewerben. Es gehe um den Vorsitz.

Der Vorsitzende der AfD in Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, sagte der Zeitung, wenn jemand meine, er wisse, „wo es langgeht“, dann solle der auch „seinen Hut in den Ring werfen“. Höcke müsse jetzt den „Schneid“ haben, sich den Mitgliedern zu stellen. „Dann wäre das auch entschieden. Und ich bin mir sicher, er wird scheitern.“

Kritik an „Personenkult“ um Höcke in Appell

Höcke hatte vor einer Woche mit einer Kampfansage an den Parteivorstand den Zorn vieler AfD-Politiker auf sich gezogen. Mehr als 100 Funktionäre und Mandatsträger kritisierten daraufhin in einem Appell „für eine geeinte und starke AfD“ einen „Personenkult“ um den Rechtsaußen. Zu den Unterzeichnern des Appells gehörte auch Junge.

Unterschrieben haben den Appell auch die Partei-Vizes Kay Gottschalk und Georg Pazderski. Gottschalk sagte der „FAS“, Höcke habe mit seinem Auftritt klargemacht, dass er sich um ein Führungsamt bewerben wolle. „Und wenn er sagt, er will das tun, dann soll er das tun.“ Pazderski sagte: „Wer unzufrieden ist mit der Arbeit des Bundesvorstandes, soll antreten und es besser machen. Wir werden sehen, wer sich zur Wahl stellt.“

Bericht: 40 Prozent der AfD-Mitglieder im Osten gehören rechtem Flügel an

Im Osten Deutschlands gehören nach einem Medienbericht mehr als 40 Prozent der AfD-Mitglieder dem rechten Flügel an. Wie die Bild am Sonntagunter Berufung auf interne Analysen der Sicherheitsbehörden weiter berichtet, sei die Zahl bei den Parteimitgliedern im Westen niedriger. Im Osten dagegen gebe es eine wachsende Tendenz.

Von RND/das/dpa

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