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Politik im Rest der Welt Terroranschlag auf Moscheen – Tatverdächtiger wird Haftrichter vorgeführt
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17:54 15.03.2019
Die Polizei nimmt nach dem Terroranschlag mit mindestens 40 Toten vier Verdächtige fest. Quelle: Kai Schwoerer/Getty Images
Christchurch

In Neuseeland haben Terroristen zwei Moscheen überfallen und 40 Menschen getötet. Mehr als 20 seien verletzt worden, als mehrere Bewaffnete in Christchurch auf der Südinsel während der Freitagsgebete das Feuer eröffnet hätten, sagte Premierministerin Jacinda Ardern.

Vier Verdächtige: Drei Männer, eine Frau

Vier Menschen wurden festgenommen, teilte der zuständige Polizeichef Mike Bush in der Hauptstadt Wellington. Wobei einer davon vermutlich nicht mit dem Angriff in Verbindung stehe. Einem anderen Verdächtigen, der Ende 20 sei, werde Mord vorgeworfen. Er soll bereits an diesem Samstag einem Richter vorgeführt werden. Bei den übrigen zwei Verdächtigen müsse noch genau geklärt werden, was sie mit dem Vorfall zu tun hätten. Sie seien im Besitz von Schusswaffen gewesen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Männer und eine Frau.

Einer von ihnen ist nach Angaben des australischen Premiers Scott Morrison ein 28-jähriger Australier. Es handle sich um einen rechtsextremen Terroristen, sagte Morrison.

Mitten im Freitagsgebet stürmt ein bewaffneter Mann eine Moschee in Christchurch. Auch in einer anderen Moschee der neuseeländischen Stadt fallen Schüsse. Die Bilanz: mehrere Tote.

Die Polizei entschärfte mehrere improvisierte Sprengkörper, die in einem Auto gefunden wurden. Neben den Festgenommenen gebe es nach bisherigem Erkenntnisstand keine weiteren Verdächtigen, erklärte die Polizei.

Manifest gibt Hinweise auf Motiv

In einem im Internet verbreiteten 74-Seiten-Schreiben erklärte sich ein 28-jähriger Australier für den Angriff verantwortlich. Er sei nur nach Neuseeland gekommen, um den Angriff zu planen und auszuführen, schrieb er.

Die Moscheen in Christchurch und im Vorort Linwood würden angegriffen. Sollte er es bis ins etwa 90 Kilometer entfernte Ashburton schaffen, würde er dort eine weitere Moschee angreifen.

Neuseeland habe er ausgewählt, weil es so abgelegen sei. Er habe zeigen wollen, dass es selbst in entlegensten Teilen der Welt „Massenmigration“ gebe.

Lesen Sie auch: Christchurch: Warum wir keine Bilder vom Attentäter zeigen

Facebook-Übertragung eines der Attentate

Einer der Attentäter übertrug die Tat per Kopfkamera live via Facebook. Die neuseeländische Polizei arbeitet bereits nach eigenen Angaben daran, die Verbreitung eines Videos vom mutmaßlichen Terror-Angriff in Christchurch zu verhindern. Ermittler forderten die Öffentlichkeit auf, Links zu dem Video nicht im Internet zu teilen.

Facebook teilte mit, nach einem Hinweis der neuseeländischen Polizei das Profil des mutmaßlichen Attentäters sowohl auf Facebook als auch auf Instagram entfernt zu haben. Auch der Livestream sei entfernt worden.

Der neuseeländische Rechtsprofessor Alexander Gillespie von der Universität von Waikato warnte, die Verbreitung des Videos könne Nachahmungstäter anstiften.

Angriffe auf Moscheen in Neuseeland

Erstmeldung: Angriffe auf Moscheen in Neuseeland – Mindestens 40 Tote

Bildergalerie: Schüsse in Moscheen in Neuseeland

Von RND/AP/dpa/ngo

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Im neuseeländischen Christchurch haben Angreifer das Feuer in zwei Moscheen eröffnet. Die Gläubigen waren gerade beim Freitagsgebet. Mindestens 49 Menschen starben. Die Polizei nahm vier Verdächtige fest. In einem langen Manifest schreibt einer der mutmaßlicher Täter über sein Motiv.

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