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Politik im Rest der Welt Anti-Terror-Einsatz in deutschen Städten: Polizei ermittelt gegen mutmaßliche Islamisten
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11:40 01.04.2019
Ein Polizeifahrzeug steht in der Altstadt von Düsseldorf in der Nähe der Kunstakademie. Mit einem Großeinsatz ist die Polizei gegen mutmaßliche Islamisten vorgegangen. Quelle: Martin Gerten/dpa
Düsseldorf

In Düsseldorf haben Spezialkräfte der Polizei am Freitagabend eine Gruppe mutmaßlicher Islamisten vorübergehend festgenommen, die möglicherweise einen Terroranschlag geplant hatte.

Elf Männer im Alter von 22 bis 35 Jahren wurden wegen der Vorbereitung einer „staatsgefährdenden Straftat“ vorübergehend festgenommen, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Samstagsmorgen. Die meisten von ihnen waren tadschikischer Herkunft. Die Polizei durchsuchte mit mehreren hundert Beamten mehrere Objekte in zehn Städten Nordrhein-Westfalens und Ulm in Baden-Württemberg.

Es gebe jedoch keine Hinweise auf konkrete Ziele oder eine konkrete Tat, betonte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Weil bei den Durchsuchungen weder Sprengstoff noch Waffen gefunden worden waren, hat die Staatsanwaltschaft am Samstag die Freilassung der Verdächtigen angeordnet. Die Ermittlungen dauern jedoch weiter an. Im Fokus stehen sechs Hauptverdächtige, die Polizei prüft zudem mögliche Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Einer der Verdächtigen war am Freitag von einem Spezialkommando der Polizei in der Nähe der Kunstakademie am Rheinufer in Düsseldorf festgenommen worden, berichtete die Rheinische Post. Eine Festnahme habe es auch in Essen gegeben. Wo und wann die anderen Personen festgenommen wurden, wurde zunächst nicht bekannt. Die Gruppe sei bereits seit längerem beobachtet worden.

Fahrt durch Essener Innenstadt löste Einsätze aus

Die Irrfahrt eines 19-jährigen Tadschiken in Essen hatte die Einsätze am Freitag ausgelöst. Der junge Mann war am Morgen von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen worden, nachdem er mit dem Auto durch Teile der Innenstadt und mehrfach durch einen Kreisverkehr gerast war. „Da hatte man die Befürchtung, dass das vielleicht der Auftakt ist für mehrere Anschlagsszenarien“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. Das habe sich aber nicht bestätigt. Zwischen beidem gebe es keinen Zusammenhang. Gegen den jungen Mann wird wegen versuchter Tötung ermittelt.

„Das war der Grund, dass die Durchsuchungsaktion am gestrigen Tage angelaufen ist, um sicherzustellen, dass die Verdächtigen in unserem Tatkomplex nicht tatsächlich an dem Tag etwas umsetzen“, sagte Oberstaatsanwalt Daniel Vollmert. Es habe zwar nicht den Verdacht gegeben, „dass die eine Amokfahrt planen. Aber es gibt ja genügend Beispiel für terroristische Anschläge unter Verwendung eines Kraftfahrzeugs“. In dem Moment sei nicht auszuschließen gewesen, dass die tadschikische Person in Essen Teil der Gruppierung gewesen sei.

Von RND/cb/mkr/dpa

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