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Politik im Rest der Welt Der Wolf im Fadenkreuz: Das kann nicht die Lösung sein
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17:00 03.03.2019
Ein Wolf, fotografiert durch ein Zielfernrohr. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Kommentar

Vor Jahren ging ein Staunen durch Deutschland, als nach Jahrzehnten wieder Wölfe zwischen Rhein und Oder siedelten. Inzwischen ist aus der Kreatur, die quasi aus dem Märchen stammte, ein Problemfall geworden. Und warum? Weil es sich wie ein wildes Tier aufführt und auch auf Nahrungssuche nicht vor Nutztieren des Menschen halt macht.

Für einige hört es sich deshalb wie ein märchenhaftes Ende an: Die wackere Bundesumweltministerin ändert das Gesetz, um Wölfe in Deutschland leichter abschießen zu können. In Wahrheit ist das kein gutes Ende, sondern es wirkt für eine Politikerin in einem Naturschutz-Amt wie ein schlechter Witz.

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Der Wolf ist streng geschützt

Der Wolf ist eine streng geschützte Art. Gesunde Tiere dürfen weder getötet noch verletzt werden, bei Missachtung drohen sogar Haftstrafen. Nur Gefahren- oder Notstandssituationen rechtfertigen eine Tötung. Sind wir tatsächlich soweit?

Lesen Sie auch: Grüne empört über Wolfs-Abschusspläne von Umweltministerin Schulze

Für Einzelfälle gibt es entsprechende Lösungen. Aber bei allem Verständnis für die Sorgen und finanziellen Schäden von Tierhaltern: Der Griff zur Knarre kann doch nicht die generelle Lösung sein für eine Natur, die an manchen Stellen langsam wieder in Ordnung kommt. Was machen wir dann mit Luchs, Biber oder Otter? An anderer Stelle gibt es Entschädigungen, wenn die Natur Schaden anrichtet. So sollten wir es auch beim Wolf halten.

Von Thoralf Cleven/RND