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Politik im Rest der Welt Flugbereitschaft kauft drei fabrikneue Flieger – sonst müssten Regierungsflüge ausfallen
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17:49 18.06.2019
Ein Jet vom Typ Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundesregierung landet nach einer Störung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Quelle: Marcel Russ/dpa
Berlin

Nach zwei Unfällen mit Mittelstrecken-Maschinen der Flugbereitschaft der Bundeswehr in diesem Jahr plant das Verteidigungsministerium, noch bis zum Herbst drei fabrikneue Flugzeuge zu kaufen.

Das Bundesfinanzministerium will dem Antrag zustimmen, „kurzfristig drei fabrikneue Luftfahrzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier“ für insgesamt 240 Millionen Euro zu bestellen. Das geht aus einem vertraulichen Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch) vorliegt.

Bestellung noch bis Ende Juni

Die drei Flugzeuge vom Modell Global 6000 sollen demnach noch bis Ende dieses Monats bestellt und jeweils im August, September und Oktober an die Bundeswehr übergeben werden. Sie kosten zusammen 150 Millionen Euro, die komplett in diesem Haushaltsjahr anfallen.

Hinzu kommen bis 2025 Nachrüst- und Ausstattungskosten sowie ein 36 Millionen Euro teures Selbstschutzsystem. Die Verträge mit Bombardier und der Lufthansa als Ausstatter werden derzeit noch „endverhandelt“, heißt es.

„Angefragte Flüge bereits abgesagt“

Die Anschaffung war bisher nicht geplant und ist deshalb auch nicht im Haushalt 2019 oder im Finanzplan bis 2022 vorgesehen. Das Verteidigungsministerium habe jedoch betont, dass es zu unvorhergesehenen Ausfällen von Mittelstreckenflugzeugen gekommen sei und die Bundeswehr ohne diese außerplanmäßige Anschaffung nicht mehr den vollen „Flugbetrieb zur Beförderung im politisch/parlamentarischen Betrieb“ gewährleisten könne.

Dafür müssten „durchgängig mindestens vier Mittelstreckenflugzeuge“ dieser Kategorie bereitstehen. Laut dem Schreiben ist der Mangel so groß, dass „angefragte Flüge bereits jetzt abgesagt werden“ müssten.

Bedarf steigt an

Laut Verteidigungsministerium nimmt der Bedarf an Mittelstreckenflügen der Regierung und von Abgeordneten insgesamt zu – hinzu komme ein erhöhter Bedarf ab dem zweiten Halbjahr 2020, wenn Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft innehat.

Derzeit verfügt die Flugbereitschaft über drei Mittelstreckenflieger von Airbus (A319CJ und A321) sowie über vier Bombardier Global 5000. An einem der Bombardier-Flieger entstand Mitte April „umfangreicher Schaden“, als er in Berlin-Schönefeld nach dem Start wegen einer Funktionsstörung ins Taumeln geriet, umkehren musste und bei der Notlandung die Tragflächen den Boden berührt hatten.

Eine zweite Maschine dieses Typs war im Mai in Dortmund von einem „zivilen Kraftfahrzeug“ beschädigt worden, als sie parkte. Weil regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen hinzukommen, sei die Einsatzbereitschaft für Regierungsflüge „stark eingeschränkt“. Mitte 2019 sei es gar zu einer „kompletten Nicht-Verfügbarkeit“ der Bombardier-Maschinen gekommen.

Von Steven Geyer/RND

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