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Politik im Rest der Welt Bundeswehr meldet Verlust von 39 Waffen und 19.445 Schuss Munition
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11:48 27.09.2019
Ein Soldat der Bundeswehr steht mit einem Sturmgewehr vom Typ G36 am Flughafen nahe dem Stützpunkt in Gao im Norden Malis.
Berlin

Die Bundeswehr hat seit Anfang 2014 den Verlust von 39 Waffen, 39 Waffenteilen und 19.445 Schuss Munition verbucht. Das geht aus einer als Verschlusssache (VS – Nur für den Dienstgebrauch) eingestuften Auflistung des Bundesverteidigungsministeriums hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Laut dem Papier aus dem Büro von Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber (CDU) sind bislang zwei Waffen, ein Waffenteil und 3474 Schuss Munition wieder aufgetaucht.

Allein sechs Maschinengewehre sind verschwunden

Bei den nach wie vor verschwundenen Waffen und Waffenteilen handelt es sich unter anderem um sechs Maschinengewehre vom Typ MG3, elf Gewehre vom Typ G3, vier Gewehre vom Typ G36, sechs Signalpistolen sowie zwei Pistolen vom Typ P8. Zudem fehlen 30 Waffenrohre für Maschinengewehre vom Typ MG3.

Der Umfang von Waffen- und Munitionsverlusten bei der Bundeswehr sei „beängstigend“, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Martina Renner dem RND. Dies gelte umso mehr, da im Zuge von Ermittlungen kaum etwas wieder aufgefunden worden sei.

Linken-Politikerin Martina Renner zieht Verbindung zum Fall Franco A.

Die Linken-Politikerin sprach von einer „dürftigen Bilanz“. Renner kritisierte, dass an der Auflistung nicht erkennbar sei, ob sich unter der verschwundenen Munition auch diejenige befinde, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den unter Terrorverdacht stehenden Bundeswehroffizier Franco A. gefunden worden sei. „Und das, obwohl ein Unterstützer von Franco A. kürzlich wegen des Besitzes dieser Munition verurteilt wurde“, sagte Renner.

Mehr zum Thema: Die rechtsradikale „Kreuz“-Connection und die Bundeswehr

Von Jörg Köpke/RND

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