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Politik im Rest der Welt Cambridge Analytica: Washington DC klagt gegen Facebook
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07:17 20.12.2018
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor seiner Anhörung beim US Handels- und Justizkomitee im April 2018. Quelle: AP
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Washington

Der US-Regierungsbezirk Washington DC hat wegen des Cambridge-Analytics-Skandals Klage gegen das Unternehmen Facebook eingereicht. Das Soziale Netzwerk von Gründer Mark Zuckerberg wird darin beschuldigt, Nutzer im Hinblick auf die Sicherheit ihrer Daten in die Irre geführt zu haben und Apps von Dritten nicht richtig beaufsichtigt zu haben. Facebook äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Eine als Persönlichkeitstest beworbene App hatte seit 2013 persönliche Informationen auch von Freunden der Nutzer gesammelt. Die Daten wurde später an die Politikberaterfirma Cambridge Analytica verkauft und im US-Wahlkampf 2016 für Wählerbeeinflussung verwendet. Informationen von mehr als 340.000 Einwohnern des Bezirks District of Columbia seien zugänglich gewesen, obwohl nur 860 Einwohner die App heruntergeladen hätten, sagte Generalstaatsanwalt Karl Racine.

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Nach Bekanntwerden der Aktivitäten von Cambridge Analytica hatte der Kongress Anhörungen abgehalten und Facebook änderte, auf welche Daten externe Entwickler zugreifen können. In den vergangenen Tage wurde ein weiteres Datenleck bei Facebook bekannt: Wegen eines Softwarefehlers waren Fotos von fast sieben Millionen Nutzern für mehr Personen zugänglich als beabsichtigt.

Von RND/AP/dpa

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