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Politik im Rest der Welt Demonstranten legen Hongkongs Flughafen erneut lahm
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12:54 13.08.2019
Sicherheitskräfte stehen hinter Demonstranten im Terminal des Hongkonger Flughafens. Foto: Vincent Thian/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: Vincent Thian/AP/dpa
Hongkong

Hongkongs Protestbewegung hat den Flughafen der Stadt den zweiten Tag in Folge zum Stillstand gebracht. Wie der Flughafenbetreiber am Dienstag mitteilte, wurde von 16.30 Uhr (Ortszeit) an der Check-In-Service für alle restlichen Flüge des Tages eingestellt. Zuvor hatten erneut Tausende Protestler die Ankunfts- und Abflughallen blockiert und Fluggäste zum Teil massiv behindert. Mit Gepäckwagen und anderen Gegenständen wurden Barrikaden errichtet.

Tausende Demonstranten hatten schon am Montag den Flughafen belagert, um gegen immer brutalere Polizeigewalt bei den seit Wochen anhaltenden Protesten in Hongkong zu demonstrieren. Der Airport, einer der geschäftigsten weltweit und ein zentrales Drehkreuz für Langstreckenflüge über China und Südostasien, strich deshalb am Montagnachmittag sämtliche noch für diesen Tag geplanten Flüge.

Nach dem Stillstand am Vortag lief der Flugbetrieb am Dienstag zunächst langsam wieder an. Da allerdings das Chaos vom Vortag abgearbeitet werden musste, blieben mehr als 300 Flüge gestrichen. Am Nachmittag wurde dann der Flugbetrieb komplett eingestellt.

Monatelange Proteste gegen Einfluss Chinas

In der einstigen britischen Kronkolonie Hongkong kommt es seit mehr zwei Monaten immer wieder zu massiven Protesten, die regelmäßig mit Ausschreitungen enden. Auslöser der Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China. Die Proteste entwickelten sich zu einer breiteren Bewegung. Viele Menschen befürchten einen zunehmenden Einfluss Pekings auf das Leben in der Finanzmetropole und fordern demokratische Reformen.

Nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros haben die Sicherheitskräfte bei den Demonstrationen in Hongkong das Leben von Protestteilnehmern gefährdet. Es gebe glaubwürdige Beweise, dass Sicherheitskräfte zum Beispiel mehrfach Tränengaskanister direkt auf Demonstranten abgefeuert hätten, teilte das Büro am Dienstag in Genf mit. Das berge „erhebliches Risiko von Todesfällen und ernsthaften Verletzungen“.

Die Maßnahmen der Sicherheitskräfte hätten gegen internationale Normen verstoßen. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, rief die Behörden auf, die Zwischenfälle zu untersuchen und sicherzustellen, dass die Sicherheitskräfte keine internationalen Normen verletzten. Bachelet warb für mehr Dialog mit den Demonstrierenden. Protestteilnehmer, die ihre Ansichten bei friedlichen Protesten kundtäten, müssten respektiert und geschützt werden.

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