Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Deutschland und Österreich verstärken Grenzkontrollen
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Deutschland und Österreich verstärken Grenzkontrollen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:55 01.06.2018
Mit gemeinsamen Kontrollen gehen die Behörden in Österreich und Deutschland verstärkt gegen Kriminalität und illegale Einwanderung vor. Besonders Güterzüge schauen sich die Beamten intensiv an. Quelle: dpa
Anzeige
Brenner

Der Kampf gegen illegale Einwanderung und Kriminalität geht weiter: Deutschland und Österreich verstärken die Grenzkontrollen.

Die Bundespolizei beider Länder sowie die bayerische Landespolizei wollen von diesem Freitag an erstmals im Grenzgebiet in Dreierstreifen unterwegs sein. Der Fokus soll dabei auch auf dem Zugverkehr und in der Region rund um den Brenner liegen. Eine Bilanz der Aktion wird in drei Monaten gezogen.

Anzeige

Gefährliche, illegale Zugarieisen

Gerade in Grenzgebieten sei es wichtig, Maßnahmen überregional abzustimmen, sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion München, Thomas Borowik, zum Start der Kontrollen. Besonders Güterzüge schauen sich die Beamten intensiv an. „Damit wollen wir die gefährlichen illegalen Einreisen auf Güterzügen frühzeitig unterbinden und Unfälle verhindern“, sagte Borowik. „Die Migranten begeben sich immer wieder in Gefahr und setzen ihr Leben aufs Spiel.“

Die Blinden Passagiere reisten meist zwischen oder auf Lastwagen-Anhängern, die auf der Schiene den Brenner überqueren. 2017 waren im Bereich der Bundespolizeidirektion München knapp 1000 Flüchtlinge auf Güterzügen entdeckt worden.

Immer weniger Flüchtlinge reisen unerlaubt ein

Bei der Zahl der unerlaubten Einreisen an der deutsch-österreichischen Grenze zeichnet sich ein Rückgang ab, sofern sich der Trend der vergangenen Monate fortsetzt: 2017 versuchten dort rund 14.600 Menschen, illegal einzureisen, gut 7200 von ihnen wurden zurückgewiesen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es knapp 3800 unerlaubte Einreisen und knapp 2100 Zurückweisungen.

Von RND/dpa