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Politik im Rest der Welt Digitalrats-Vorsitzende Suder mahnt zu langsame Digitalisierung in Deutschland an
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Digitalrats-Vorsitzende Suder mahnt zu langsame Digitalisierung in Deutschland an
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16:06 21.08.2019
Berät die Bundesregierung in Digitalisierungsfragen: Ex-Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder.
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Berlin

Die Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung, Katrin Suder, hat ein Jahr nach Gründung des Gremiums mehr Entschlossenheit bei der Digitalisierung in Deutschland gefordert. "Der Regierungsapparat lebt und arbeitet noch immer mit Briefen und Faxen als zentrale Kommunikationsmittel. Die Kultur muss zuerst dort verändert werden, um dann die Digitalisierung der Gesellschaft voranzutreiben", sagte Suder im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Wir sind mit der Geschwindigkeit noch nicht zufrieden." Gerade bei den Investitionen in Digitalisierung müsse mehr passieren, so Suder. "Die politischen Randbedingungen unserer Arbeit haben wir nicht gesetzt. Die wurden im Koalitionsvertrag ausgehandelt", so die ehemalige Verteidigungsstaatssekretärin. "Es wäre gut, wenn die Regierung mehr investieren würde."

Suder betonte im Gespräch mit dem RND, dass der Digitalrat seine Beratung bei sehr grundsätzlichen Fragen begonnen hat. "Als erstes wollten wir verankern, dass Digitalisierung eine Basistechnologie wie Elektrizität ist und somit alles verändert: wie wir arbeiten, wie wir kommunizieren, wie wir leben", so Suder. "Und gleichzeitig ist Digitalisierung anders, erfordert umdenken und ganz neue Arbeitsweisen. Das gilt auch für den öffentlichen Sektor, der den digitalen Staat gestalten soll und muss." Das sei der Digitalrat in der Arbeit als erstes angegangen. "Und wir sehen konkrete Umsetzungsschritte: Digitalisierungsprojekte werden agiler angegangen, Reallabore etablieren sich, digitale Innovationsteams werden aufgebaut." Auch im Politikeralltag freue sie sich über mehr Bedeutung für das Thema Digitalsierung. "Schauen Sie sich Reden der Kanzlerin oder anderer Kabinettsmitglieder an: Da taucht mittlerweile stetig die Bedeutung von Digitalisierung und neuer Arbeitsweisen auf", so Suder.

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