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Politik im Rest der Welt Dresdner „Hutbürger“ verklagt ZDF
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16:53 14.06.2019
Will nicht ins Gesicht gefilmt werden, kann aber nichts gegen Graffiti ausrichten: Der Dresdner „Hutbürger“ Maik G. verklagt das ZDF auf Schadenersatz. Quelle: Robert Michael/dpa
Dresden

Der als Dresdner „Hutbürger“ bekannt gewordene Ex-Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes Maik G. fordert eine Entschädigung vom ZDF. „Dabei gehe es um eine Medienrechts- und Persönlichkeitsverletzung“, bestätigte sein Anwalt – der sächsische AfD-Vize Maximilian Krah – am Freitag einen Beitrag des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.

Eine Klage ging am Freitag laut Krah an das Landgericht Dresden. Die Entschädigung solle demnach 20. 000 Euro nicht unterschreiten. Immerhin habe der Mann seinen Job wechseln müssen, sagte Krah.

„Sie begehen eine Straftat“

Der Mann mit Anglerhütchen in Deutschlandfarben hatte im August 2018 am Rande einer Pegida-Demonstration beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lautstark gegen Fernsehaufnahmen des ZDF protestiert.

Zudem hatte er den Journalisten vorgeworfen, damit eine Straftat zu begehen. In der Folge hatten Beamte ein ZDF-Team über 45 Minuten festgehalten. Das wurde als Eingriff in die Pressefreiheit gewertet und löste bundesweit Kritik aus.

„Man hätte den Mann nicht unverpixelt zeigen dürfen“, so Krah. Der Mann sei keine Person der Zeitgeschichte, zudem habe er sich nur auf dem Weg zu einer Demo gefunden. Der ehemalige LKA-Mitarbeiter habe nur gelegentlich an Pegida-Demonstrationen teilgenommen und den Kameramann damals „irrtümlich für einen Antifa-Fotografen“ gehalten.

Von RND/dpa

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