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Politik im Rest der Welt Bundesregierung warnt vor Kneipensterben
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06:26 05.04.2019
Die Gastronomie leidet unter Fachkräftemangel. Quelle: Marc Tirl/dpa
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Berlin

Die Bundesregierung warnt vor zunehmendem Fachkräftemangel in der Gastronomie. „Folgen daraus können mehr Ruhetage, verringerte Öffnungszeiten, oder verkleinerte Angebote auf Speisekarten, aber auch Betriebsschließungen sein“, heißt es in der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

„Die Fachkräfteengpässe im Gastgewerbe können aus Sicht der Bundesregierung zum Hemmschuh für eine weitere gedeihliche Tourismusentwicklung werden. Das würde ländliche, oft strukturschwache Regionen besonders hart treffen.“ Gerade dort hätten Gaststätten eine soziale Funktion, etwa „als Begegnungsstätte für Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine“.

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„Zahl der offenen Stellen wächst“

Laut Bundesregierung ist die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe zuletzt stetig angestiegen. Im Juni 2018 gab es in der Branche rund 1,1 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte – 1,9 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor.

Zudem waren in der Gastronomie rund 600 000 Minijobber beschäftigt. Doch könne die Beschäftigung mit der Nachfrage offenbar nicht Schritt halten. „Die Zahl der offenen Stellen und nicht besetzten Ausbildungsplätze im Gastgewerbe wächst ebenfalls“, so das Wirtschaftsministerium.

Die FDP wirft angesichts dieser Lage der Bundesregierung Untätigkeit vor. „Die Regierung unternimmt rein gar nichts gegen das drohende Wirtshaussterben“, sagte Marcel Klinge, tourismuspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, dem RND.

Man sei sich der massiven Folgen des Fach- und Arbeitskräftemangels im Gastgewerbe zwar bewusst, gehe die Probleme aber nicht an. Für Maßnahmen gebe es keine konkreten Zeitpläne oder Erfolgskontrollen: „Dafür aber fünf Jahre alte Broschüren.“

Lesen Sie auch: Fachkräftemangel trotzt der Konjunkturflaute 

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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