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Politik im Rest der Welt Fridays for Future: Gibt es Streit unter den Schülern hinter den Kulissen?
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16:18 16.04.2019
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (Mitte) und Luisa Neubauer (links daneben) bei einem Schulstreik in Berlin. Quelle: dpa
Berlin

In der deutschen Fridays-for-Future-Bewegung soll es hinter den Kulissen Streitigkeiten geben. Laut internen Chats der Schüler wird Luisa Neubauer, die die ersten Schüler-Demos in Berlin mitorganisiert hat, vorgeworfen, zu sehr im Rampenlicht zu stehen – das berichtet der „Tagesspiegel“. Die jungen Klimaaktivisten sind schon dabei, ihre Strukturen und Abläufe zu verändern – vor allem gegenüber der Presse. Niemand soll sich übergangen fühlen.

„Bei uns gibt es keine Repräsentanten“

„Das Problem ist uns bewusst“, sagt Carla Reemtsma, die die Schülerstreiks in Münster mitorganisiert. Auch ihr Name taucht in den Chats auf. „Wir alle haben aber immer gesagt, dass wir über solche Probleme reden müssen“, sagt Reemtsma bestimmt gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Auch Luisa Neubauer wiederhole regelmäßig, dass jeder sagen solle, wenn ihn etwas störe.

„Was aber nicht sein kann ist, dass jemand Chatverläufe völlig aus dem Zusammenhang reißt und sie rausträgt, anstatt sie intern zu klären“, sagt Reemtsma. Die streikenden Schüler hätten nun einmal ganz andere Ziele, als „Pseudoverschwörungstheorien“ zu spinnen und „uns damit aufzuhalten“. „Bei uns gibt es keine Repräsentanten“, sagt die junge Frau deutlich.

Greta Thunberg besucht Vatikan und EU-Parlament

Die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die die Fridays-for-Future-Bewegung angestoßen hat, ist währenddessen auf einer größeren Reise durch Europa – natürlich mit der Bahn. Am Dienstagmorgen hat sie in Straßburg den Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Antonio Tajani, getroffen. Am Nachmittag spricht sie vor den Abgeordneten bei einer offenen Sitzung des Umwelt-Ausschusses. Eine Stunde lang diskutieren die Abgeordneten mit der Klimaaktivistin darüber, wie die globale Erwärmung bekämpft werden kann.

Am Mittwoch wird die junge Schwedin nach Rom reisen. Auf Twitter kündigte sie an, dass sie den italienischen Senat und den Vatikan besuchen wolle. „Und am Freitag werde ich am Schülerstreik in Rom teilnehmen“, sagt Thunberg. Sie wisse, dass es zwar ein Feiertag sei, „aber weil die Klimakrise keine Ferien macht, werden wir auch keine machen“, so die 16-Jährige.

Von Tomma Petersen/ RND

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