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Politik im Rest der Welt „Sie fühlen sich bedroht“: Thunberg knöpft sich Gegner vor
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17:06 26.09.2019
Klimaaktivistin Greta Thunberg. Quelle: imago images/Belga
New York

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich erneut ihre Gegner vorgeknöpft und gleichzeitig für die Klimaproteste am Freitag geworben. „Wie ihr vielleicht bemerkt habt, sind die Hasser so aktiv wie immer – greifen mich, mein Aussehen, meine Kleidung, mein Verhalten und meine Unterschiede an“, schrieb die 16-Jährige am Mittwochabend auf Twitter.

Klimagipfel: Merkel kritisiert Thunberg-Rede

Sie verstehe nicht, warum erwachsene Menschen ihre Zeit lieber damit verbrächten, Kinder und Jugendliche für ihre Hinweise auf die Wissenschaft zu verspotten und zu bedrohen, anstatt etwas Gutes zu tun. „Ich nehme an, sie fühlen sich einfach ziemlich bedroht von uns.“ Weiter ergänzte Thunberg, man solle seine Zeit nicht damit verschwenden, diesen Leuten weitere Beachtung zu schenken. „Die Welt wacht auf. Wandel kommt, ob sie es mögen oder nicht. Wir sehen uns an diesem Freitag auf den Straßen!“

Kommentar: Über den Klimawandel muss man nicht mehr diskutieren

Nach der Rekordbeteiligung bei den Klimastreiks am vergangenen Freitag sind diesmal wieder Proteste in Dutzenden Ländern geplant. Rund vier Millionen Menschen hatten sich nach Schätzungen der Bewegung Fridays for Future an den Aktionen und Kundgebungen in der vergangenen Woche beteiligt. Allein in Deutschland waren demnach rund 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gegangen.

„Ich will, dass ihr in Panik geratet“

Mit einer emotionalen Rede vor den Vereinten Nationen hatte die junge Schwedin am Freitag wieder für Furore gesorgt. Dabei sprach sie mit Tränen in den Augen davon, dass ihr die Kindheit geraubt werde. „Wie könnt ihr es wagen“, rief sie dabei den anwesenden Politikern entgegen. Die Spitzenpolitik reagierte gereizt. Bundeskanzlerin Angela Merkel warf Thunberg vor, den bereits erzielten Fortschritt in der Klimapolitik nicht ausreichend zu honorieren.

Die Klimaaktivistin fordert hingegen immer wieder: „Ich will, dass ihr in Panik geratet.“

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