Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Innenminister wollen „Prepper“ beobachten lassen
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Innenminister wollen „Prepper“ beobachten lassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:39 07.12.2017
Die „Prepper“-Szene geriet Ende August bundesweit in die Schlagzeilen. In Mecklenburg-Vorpommern hatten Mitglieder wohl Anschläge auf Politiker geplant. Spezialkräfte stürmten deshalb Geschäftsräume in Banzkow. Quelle: dpa
Berlin

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen die mutmaßlich rechtsextremistische Prepper-Szene erstmals bundesweit beobachten lassen. Das geht aus einer Beschlussvorlage zur Innenministerkonferenz in Leipzig hervor, aus der die Zeitungen des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zitieren. Der Antrag „Erkenntnisse zur Prepper-Szene“ wird von Union und SPD gleichermaßen unterstützt.

Ende August hatten Sondereinsatzkommandos der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen und Büroräume von sechs Mitgliedern einer Prepper-Gruppe namens „Nordkreuz“ mit engen Verbindungen zum Reservistenverband der Bundeswehr durchsucht. Laut richterlichem Beschluss stehen zwei von ihnen in dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorzubereiten. Die Anschuldigungen richten sich hauptsächlich gegen einen Rechtsanwalt und einen Polizeibeamten. Der Generalbundesanwalt ermittelt. Ähnlich wie bei den sogenannten Reichsbürgern und Selbstverwaltern wollen die Innenminister in Erfahrung bringen, inwieweit die Prepper-Szene zur Radikalisierung neigt, über wie viele Waffen sie verfügt und welche Bezüge zum Extremismus es gibt.

Prepper bereiten sich auf einen ominösen Tag X vor, auf den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung, und sinnieren in internen Chats über das Liquidieren von politischen Gegnern. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat eine Kommission eingerichtet, die in dem Bundesland neben den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft eigene Erkenntnisse über die Szene zusammentragen soll. Zu vorläufigen Ergebnissen wollte sich weder die Bundesanwaltschaft noch das Schweriner Innenressort äußern.

Von Jörg Köpke/RND

Kurt Beck ist Bundesbeauftragter für die Breitscheidplatz-Opfer. Im Interview spricht er über die Folgen des Attentats vor einem Jahr, die Wut der Opfer und darüber, warum 10.000 Euro Schmerzensgeld nicht reichen.

07.12.2017

Die Innenminister der Länder beraten heute in Leipzig über eine Neubewertung des Abschiebestopps nach Syrien.

07.12.2017

Eine weitere Gruppe von aus Deutschland abgeschobenen afghanischen Flüchtlingen ist mit dem Flugzeug in Kabul eingetroffen.

07.12.2017