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Politik im Rest der Welt Keine Einigung in Brüssel: Italien droht mit Zahlungsstopp
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17:27 24.08.2018
Italiens Vize-Premierminister Luigi Di Maio droht der EU erneut. Quelle: AP
Rom

Die Migranten auf dem italienischen Schiff „Diciotti“ müssen sich weiter in Geduld üben. Bei dem Treffen mehrerer EU-Staaten in Brüssel habe es keine Einigung über eine mögliche Verteilung der Flüchtlinge von dem Schiff gegeben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen des italienischen Innenministeriums.

Der Chef der italienischen Regierungspartei Fünf-Sterne-Bewegung hat der EU in der Migrationskrise mit einem Stopp von Beitragszahlungen gedroht. Wenn sich die EU am Freitag bei einem Treffen in Brüssel auf „nichts über das Schiff „Diciotti“ und über die Verteilung von Flüchtlingen einigen kann, bin ich und ist die gesamte Fünf-Sterne-Bewegung nicht mehr bereit, der EU jedes Jahr 20 Milliarden Euro zu geben“, sagte Vize-Premier Luigi Di Maio in einem Video auf seiner Facebookseite am Donnerstagabend.

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Se l’Unione europea si ostina con questo atteggiamento, se domani dalla riunione della Commissione europea non esce nulla e non decidono nulla sulla nave Diciotti e sulla redistribuzione dei migranti, io e tutto il MoVimento 5 Stelle non siamo più disposti a dare 20 miliardi all’ Unione europea.

Gepostet von Luigi Di Maio am Donnerstag, 23. August 2018

Auf dem Schiff „Diciotti“ der italienischen Küstenwache harren seit mehr als einer Woche gerettete Migranten aus. Zwar durften mittlerweile 27 Minderjährige im Hafen von Catania von Bord, es sind aber immer noch 150 Migranten auf dem Schiff. Nach Angaben eines Abgeordneten, der an Bord war, spitze sich die Lage dort zu. Er habe von der Hafenbehörde die Information bekommen, dass Migranten in einen Hungerstreik getreten seien, twitterte Davide Faraone von der sozialdemokratischen Partei PD.

Italien besteht darauf, dass auch andere EU-Länder Migranten von dem Schiff aufnehmen. Am Freitag wollten sich auf Arbeitsebene in Brüssel Vertreter mehrerer EU-Länder treffen, darunter auch aus Deutschland, um über die Verteilung von Migranten zu sprechen.

Von RND/dpa

Rom (dpa) - Die Migranten auf dem italienischen Schiff „Diciotti“ müssen sich weiter in Geduld üben.

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