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Politik im Rest der Welt Keine Golf-Mission mit den USA: Deutsche Industrie lobt Bundesregierung
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14:26 01.08.2019
Deutsche Marine-Soldaten am Horn von Afrika. Über eine deutsche Beteiligung an einer Militärmission in der Straße von Hormus wird weiter gestritten. Quelle: Gero Breloer/dpa
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Berlin

Die deutsche Industrie unterstützt die Entscheidung der Bundesregierung gegen eine Beteiligung an einer US-geführten Militärmission zur Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. „Wir halten es für richtig, dass sich die Bundesregierung nicht an einer amerikanisch-geführten Mission beteiligt. Damit hätte sich Deutschland einer Politik des maximalen Drucks angeschlossen“, sagte Stefan Mair, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Es sei jedoch bedauerlich, dass die Bundesregierung sich nicht dazu durchgerungen habe, der britischen Bitte nach einer europäischen Mission rechtzeitig zu entsprechen. „Eine defensive, europäisch geführte Schutzmission wäre nach wie vor ein starkes und wichtiges Signal“, so Mair weiter. „Deutschland sollte einen bedeutenden Beitrag leisten, um die Stärke des internationalen Rechts zu sichern.“ Die Freiheit der Meere sei ein unverzichtbares Gut: „Eine funktionierende Handelsschifffahrt ist für die Exportnation und das Industrieland Deutschland von herausragender Bedeutung.“

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„Auf sichere Schifffahrtswege angewiesen“

Mair sagte, die Straße von Hormus sei eine der wichtigsten Routen für den Transport von Öl und Gas weltweit. „Auch für den deutschen Warenverkehr ist sie von hoher Bedeutung. Ein Großteil der deutschen Ausfuhren in Form von PKW und Produkten für den Maschinen- und Anlagenbau sind auf sichere Seeschifffahrtswege angewiesen“, so der BDI-Experte. „Die Handelsnation Deutschland sollte sich deshalb stärker einbringen.“

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Von Rasmus Buchsteiner/RND