Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Klimaaktivistin Greta Thunberg als „Botschafterin des Gewissens“ ausgezeichnet
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Klimaaktivistin Greta Thunberg als „Botschafterin des Gewissens“ ausgezeichnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:35 07.06.2019
Die 16-Jährige Greta Thunberg protestiert seit August 2018 regelmäßig vor dem Reichstag in Stockholm dafür, dass Schweden mehr für den Klimaschutz tut. Quelle: imago images / CTK Photo
London

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und die Protestbewegung Fridays for Future erhalten in diesem Jahr den wichtigsten Preis von Amnesty International. Es sei inspirierend, wie entschlossen junge Aktivisten in aller Welt auf die Klimakrise hinwiesen, teilte die Menschenrechtsorganisation am Freitag mit.

„Sie erinnern uns daran, dass wir mächtiger sind, als wir glauben, und dass wir alle eine Rolle dabei spielen müssen, die Menschenrechte gegen die Klimakatastrophe zu verteidigen“, erklärte Generalsekretär Kumi Naidoo. Er könne sich in diesem Jahr keine besseren Preisträger als Thunberg und die Fridays-for-Future-Bewegung vorstellen.

Preisträger waren bereits Nelson Madela und Ai Weiwei

Mit ihrer höchsten Auszeichnung, dem sogenannten Ambassador of Conscience Award („Botschafter des Gewissens“), ehrt Amnesty Künstler und andere Persönlichkeiten, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen.

Lesen Sie auch: Als Greta Thunberg vom Klimawandel erfuhr, hörte sie auf zu essen

Erster Preisträger 2003 war der tschechische Bürgerrechtler Vaclav Havel, es folgten unter anderen der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai und der chinesische Künstler Ai Weiwei. Eine Preisverleihung ist laut Amnesty derzeit nicht geplant, man wolle Thunberg die Auszeichnung aber zu einem späteren Zeitpunkt offiziell überreichen.

„Menschenrechte und die Klimakrise gehen Hand in Hand“

Amnesty verwies darauf, die Klimakrise sei auch eine Menschenrechtsangelegenheit. Die Organisation zitierte Thunberg mit den Worten, es sei eine große Ehre, die Auszeichnung stellvertretend für die Klimaschutzbewegung zu erhalten. Die Ungerechtigkeit, dass die Menschen im globalen Süden der Erde am wenigsten für die Klimakrise könnten, von dieser aber am stärksten betroffen seien, müsse bekämpft werden. „Menschenrechte und die Klimakrise gehen Hand in Hand. Wir können das eine nicht ohne das andere lösen.“

Lesen Sie auch: Welche Vorwürfe sich Greta Thunberg anhören muss

Die 16-jährige Thunberg protestiert seit August 2018 regelmäßig vor dem Reichstag in Stockholm dafür, dass Schweden mehr für den Klimaschutz tut. Aus ihrem Schulstreik ist eine internationale Klimaprotestbewegung mit Hunderttausenden Anhängern geworden.

Von RND/dpa/ngo

Der erschossene Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde von Rechten im Netz angefeindet. Ob sein Tod mit dem Hass in Zusammenhang steht, ist noch unklar. Innenminister Horst Seehofer äußert sich zu dem Fall.

07.06.2019

Die Europawahl hat die Bundespolitik aufgemischt: Die Grünen liegen in Umfragen jetzt teilweise vor der Union. Eine Mehrheit der Deutschen findet, die Ökopartei sollte jetzt auch das Kanzleramt ins Visier nehmen. CDU-Politiker Thomas de Maizière sieht darin ein Problem.

07.06.2019

Bär und Drache – zwei Mächte kommen sich näher: Chinas Präsident Xi und Russlands Staatschef Putin rücken politisch und wirtschaftlich zusammen. Muss der Westen ein neues Bündnis im Osten fürchten?

07.06.2019