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Politik im Rest der Welt Klimaprotest im Tagebau Garzweiler: Diese Bilanz zieht die Polizei
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18:40 26.06.2019
Polizisten versuchen, Aktivisten am Betreten des Tagebau Garzweiler zu hindern (Archivfoto). Quelle: David Young/dpa
Aachen

„Anspruchsvoll“, so hat der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach am Mittwoch den Großeinsatz der Polizei am vergangenen Wochenende im rheinischen Braunkohlerevier bezeichnet. 

Zunächst hatten am Freitag in Aachen rund 36.000 Jugendliche friedlich für Umweltschutz demonstriert, dann stürmten mehr als 1000 Aktivisten den Tagebau Garzweiler und andere blockierten Bahngleise zu Kraftwerken. Polizei und Aktivisten werfen sich gegenseitig Gewalt vor.

Elf Demonstranten nahm die Polizei nach eigenen Angaben am Wochenende fest. Drei wurden dauerhaft in Gewahrsam genommen. Sie hatten sich geweigert, ihre Identität preiszugeben. Insgesamt seien von über 900 Personen die Personalien festgehalten worden, teilte die Aachener Polizei mit.

Bislang seien 75 Strafanzeigen eingegangen, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Nötigung. Tagebau-Betreiber RWE kündigte jedoch bereits an, rechtliche Schritte gegen alle der mehr als 1000 Garzweiler-Besetzer einleiten zu wollen.

„Ende Gelände“ spricht von fünf verletztem Demonstranten

Polizeipräsident Weinspach zeigte sich besonders verärgert über die Gewalt einiger Demonstranten. Beamte seien „überrannt, geschubst und getreten“ worden, sagte er. Die Bilanz: 16 verletzte Polizisten. Allerdings seien einige von ihnen in dem unwegsamen Gelände ohne Fremdverschulden gestürzt, so Weinspach.

Die Initiative „Ende Gelände“, Organisatorin der Proteste, teilte am Mittwoch mit, mindestens fünf Demonstranten seien durch Polizisten verletzt worden. Sie hätten mit Knochenbrüchen oder Gehirnerschütterungen in Krankenhäusern behandelt werden müssen.

Videos, auf denen zu sehen ist, wie Polizisten ihrerseits Gewalt gegen Demonstranten anwenden, beurteilte Weinspach dagegen als „Einzelszenen“. Die Hinweise auf mögliches Fehlverhalten einzelner Beamter würden weiter geprüft.

Ein Lob hatte Weinspach für die nach Polizeiangaben 36.000 überwiegend jungen Menschen übrig, die in Aachen bei „Fridays for Future“ demonstrierten. Dort sei alles „absolut friedlich“ geblieben.

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Von RND/dpa