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Politik im Rest der Welt Magnitz wollte mit Foto nach Angriff „mediale Betroffenheit“ erzeugen
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Magnitz wollte mit Foto nach Angriff „mediale Betroffenheit“ erzeugen
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10:35 16.01.2019
Der AfD-Politiker Frank Magnitz bei einer Veranstaltung (Archivfoto). Quelle: Jens Meyer/AP
Bremen

Der Bremer AfD-Chef Frank Magnitz wollte mit der Veröffentlichung eines Fotos direkt nach dem Angriff auf ihn „mediale Betroffenheit“ auslösen. In einem parteiinternen Schreiben, das der Zeitung „taz“ vorliegt, begründete der 66-Jährige sein Vorgehen.

„Mir war klar, dass eine entsprechende Aufmerksamkeit damiterzielt werden würde“, schreibt Magnitz. „Wir haben die gesamte Nation aufgerüttelt und einen Diskussionsprozess in Gang gesetzt, was uns sonst nie gelungen wäre!“ Auf dem Foto ist der Kopf des AfD-Politikers mit einer klaffenden Stirnwunde zu sehen.

Magnitz bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag, Verfasser des Schreibens zu sein. Es habe aber parteiintern bleiben sollen, sagte er.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete war am Montag vergangener Woche in Bremen überfallen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittler veröffentlichten am Freitag ein Video aus Überwachungskameras. Es zeigt, wie drei Männer Magnitz verfolgen. Einer von ihnen springt Magnitz von hinten an und rammt ihn mit Wucht zu Boden. Der Politiker stürzt und schlägt mit dem Kopf auf. Er verbrachte zwei Tage im Krankenhaus.

Von RND/dpa