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Politik im Rest der Welt Italiens Flüchtlingspolitik ist menschenverachtend
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15:58 21.08.2018
Das Schiff „Diciotti“ der italienischen Küstenwache liegt vor der sizilianischen Stadt Catania – die Flüchtlinge dürfen nicht von Bord. Quelle: dpa
Berlin

Italiens Innenminister Matteo Salvini macht die Schotten dicht. Der Mann von der rechten Lega Nord verweigert Migranten die Einreise, die sich an Bord eines Schiffes der italienischen Küstenwache aufhalten – ein absurdes Manöver.

Salvinis Kälte legt die Unfähigkeit Europas offen, human, koordiniert und vernünftig mit Flüchtlingen umzugehen. Sie zeigt aber auch: Auf Dauer ersetzt Härte kein Konzept. Salvini benutzt die ungelöste Migrationsfrage, um bei Wählern zu punkten. Eine Lösung der Ursachen bietet er nicht. Vermutlich strebt er sie nicht einmal an – aus Angst, er könne seine Klientel verprellen.

Der Rechtspopulist ist Gefangener einer Politik, deren Anhänger nach immer schärferen, immer perfideren Abschottungspraktiken lechzen. Je lauter der internationale Aufschrei, desto größer der innenpolitische Gewinn. Das ist schamlos und menschenverachtend.

Von Jörg Köpke/RND

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