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Politik im Rest der Welt Mexiko setzt Militärpolizei gegen Karawane von Migranten ein
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Mexiko setzt Militärpolizei gegen Karawane von Migranten ein
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07:58 06.06.2019
Mittelamerikanische Migranten beten und bitten Sicherheitskräfte darum, bei einer Razzia nicht festgenommen zu werden. Kurz vor einem Treffen hochrangiger Regierungsvertreter in Washington haben die mexikanischen Sicherheitskräfte im Süden des Landes den Einsatz gegen Migranten aus Mittelamerika gestartet. Quelle: Marco Ugarte/AP/dpa
Mexiko-Stadt

Mexikanische Sicherheitskräfte haben am Mittwoch (Ortszeit) eine Karawane von Migranten gestoppt, die von Guatemala aus in das Land eingereist waren. Wie die Tageszeitung „La Jornada“ berichtete, hielten Militär- und Bundespolizisten sowie Migrationsbeamte den Zug auf, nachdem die Einwanderer gerade die Grenze nahe der Stadt Ciudad Hidalgo überwunden hatten. 200 Beamten waren im Einsatz.

Laut Berichten regionaler Medien reisten an dem Tag etwa 1.000 Menschen in zwei Trecks nach Mexiko ein. Ein Teil von ihnen wurde in Auffanglager gebracht. Unter den Migranten befanden sich zahlreiche Kinder.

Am Mittwochnachmittag traf sich der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard in Washington mit Vertretern der US-Regierung, um über die von US-Präsident Donald Trump geplante Einführung von Strafzöllen zu verhandeln.

Polizisten stoppen eine Gruppe mittelamerikanischer Migranten, nachdem sie auf ihrem Weg in den Norden die Grenze zwischen Mexiko und Guatemala überquerten. Quelle: Marco Ugarte/AP/dpa

Trump hat angedroht, auf alle aus Mexiko importierten Waren eine Einfuhrsteuer zu erheben, wenn die mexikanische Regierung nicht dafür sorge, dass die „Invasion“ von Migranten Richtung USA beendet werde. Von Montag kommender Woche an sollen demnach Zölle in Höhe von zehn Prozent erhoben werden, die bis Oktober auf 25 Prozent steigen sollen.

Zahl der Abschiebungen hat sich laut Regierung verdreifacht

Das Treffen endete ohne greifbaren Erfolg. Bei den Gesprächen mit Ebrard seien bei weitem nicht genug Fortschritte gemacht worden, twitterte Trump. Sein mexikanischer Amtskollege sprach von Versuchen der Annäherung. Seit seinem Amtsantritt fordert der US-Präsident, dass Mexiko schärfer gegen die Migranten vorgeht, die über das Land in die USA einreisen wollen.

Seit Andrés Manuel López Obrador im Dezember 2018 die Präsidentschaft in Mexiko übernommen hat, ist die Zahl der Abschiebungen deutlich angestiegen. Nach vorläufigen Angaben der mexikanischen Migrationsbehörde hat sie sich verdreifacht. Im Dezember wurden demnach 5717 Menschen abgeschoben, im April waren es 14.970 - so viele, wie seit drei Jahren nicht mehr. Die meisten der Migranten stammen aus Honduras, Guatemala und El Salvador. Sie flüchten vor Gewalt und Armut in ihrer Heimat.

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Von RND/epd/ngo

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