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Politik im Rest der Welt Mexiko will Auslieferung des El Paso-Schützen prüfen
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09:44 05.08.2019
Kinder einer örtlichen Sportvereins nehmen an einer Mahnwache für die Opfer des Massakers in El Paso teil. Quelle: Andres Leighton/AP/dpa
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Washington

Nach dem Massaker in einem Ladenkomplex im texanischen El Paso mit mindestens 20 Toten erwägt Mexiko ein Auslieferungsgesuch gegen den mutmaßlichen Schützen. „Wir werten diese Tat als einen Terroranschlag auf die mexikanisch-amerikanische Gemeinde und die mexikanischen Landsleute in den Vereinigten Staaten“, sagte Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard. Er rief die US-Regierung zu einer „klaren und überzeugenden Position gegen Hassverbrechen“ auf. „Mexiko ist entsetzt“, so Ebrard.

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft prüfe, ob sie Anzeige wegen Terrorismus gegen Mexikaner in den USA erstatte, sagte Ebrard. Dadurch würden die mexikanischen Strafverfolgungsbehörden Zugang zu den Ermittlungen in den USA erhalten. Zudem werde die Regierung rechtliche Schritte gegen denjenigen einleiten, der dem mutmaßlichen Täter die Tatwaffe verkauft hat, kündigte der Außenminister an.

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Auch die US-Ermittler sprechen von Terror

Laut dem Außenminister sind sechs der Toten mexikanische Staatsangehörige, weitere sieben Mexikaner seien unter den Verletzten. Nur wenige Minuten vor dem Beginn des Massakers wurde ein Pamphlet online gestellt, in dem der Autor gegen eine empfundene „Invasion“ von Hispanoamerikanern in den USA wettert. Ermittler gehen davon aus, dass es von dem Tatverdächtigen stammt.

Auch die Ermittler in den USA stuften das Massaker als inländischen Terrorismus ein. Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft erwägte eine Anklage wegen Hassverbrechen gegen den Verdächtigen. Dem 21-Jährigen Texaner droht die Todesstrafe in den USA.

Am Samstag hatte ein Schütze in einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt El Paso das Feuer eröffnet. Unter den 20 Todesopfern waren nach Angaben des mexikanischen Außenministeriums auch sechs Mexikaner. El Paso liegt direkt an der Grenze zu Mexiko, gegenüber der Stadt Ciudad Juárez. Viele Mexikaner kreuzen täglich die Grenze, um in den USA zu arbeiten oder einzukaufen. Zudem leben viele Mexikaner in der Grenzstadt.

Von RND/dpa