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Politik im Rest der Welt Mordfall Walter Lübcke: Waffenlieferant und Vermittler festgenommen
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12:49 27.06.2019
Der getötete Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Kassel

Im Mordfall Lübcke hat die Bundesanwaltschaft zwei weitere Personen festnehmen lassen. Sie sieht die beiden Deutschen im Alter von 64 und 43 Jahren (Elmar J. und Markus H.) dringend der Beihilfe zum Mord verdächtig.

Die oberste Anklagebehörde will entsprechende Haftbefehle beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs beantragen. Der 64-Jährige soll dem mutmaßlichen Täter Stephan E. im Jahr 2016 die spätere Tatwaffe verkauft haben. Der Jüngere soll den Kontakt vermittelt haben.

Ihre Wohnungen in Kassel sowie im Landkreis Höxter wurden durchsucht. Ob dabei Belastendes gefunden wurde, sagte die Behörde nicht. Nach dpa-Informationen wurden aber Waffen entdeckt, die dem Verdächtigen Stephan E. gehören sollen. Die Bundesanwaltschaft will gegen 12.30 Uhr über den Stand der Ermittlungen informieren.

Nach einem Bericht des „Spiegel“ ist der mutmaßliche Vermittler Markus H. ein den Behörden bereits bekannter Rechtsextremist. H. habe demnach seit längerem Kontakte in die rechtsextreme Szene gehabt haben.

So war der 43-Jährige auch 2009 bei einem Sturm von 400 „Autonomen Nationalisten“ auf eine Gewerkschaftskundgebung in Dortmund dabei, an dem auch Ernst teilnahm. Der mutmaßliche Waffenhändler wiederum sei den Behörden demnach nicht bekannt gewesen.

Stephan E. verfügte über drei Waffen

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) war in der Nacht zum 2. Juni mit einer Schussverletzung im Kopf auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen bei Kassel entdeckt worden. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Lübcke war wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden. Der 45-jährige Stephan E. hat die Tat gestanden.

Im Video: Zwei weitere Festnahmen im Fall Lübcke

Laut NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ hatte E. in seinem Geständnis offengelegt, dass er über zahlreiche Waffen verfügt - neben der Tatwaffe auch über eine Pump-Gun und eine Maschinenpistole vom Typ Uzi samt Munition.

Er nannte Details, wie er sich diese beschafft hat und offenbarte die Verstecke. Ermittler fanden einige Waffen demnach in einem Erddepot auf dem Gelände seines Arbeitgebers. Stephan E. arbeitete bei einem Bahnzulieferer in Kassel. Laut dem Bericht handelt es sich um fünf Waffen.

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Von RND/lf

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