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Politik im Rest der Welt NSU-Opferanwältin Seda Basay-Yildiz erneut bedroht
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12:46 30.01.2019
Seda Basay-Yildiz, Rechtsanwältin Quelle: Boris Roessler/dpa
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Frankfurt

Eine türkischstämmige Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft erneut bedroht worden. Ein im Januar eingegangenes Drohschreiben sei nun ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Weitere Details wollte sie nicht nennen. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtete von mehreren bisher öffentlich nicht bekannten Drohschreiben. Die Anwältin hatte im Prozess um den rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) Opfer vertreten.

In den Schreiben an Basay-Yildiz würden Ausdrücke verwendet, die nach Ansicht der Psychologen des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) auf Insiderwissen aus der hessischen Polizei hindeuteten, schreibt die Zeitung. Das LKA wollte sich dazu am Mittwoch inhaltlich nicht äußern.

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Rechtsextreme Chatgruppe: Sechs Beamte suspendiert

Die Anwältin hatte bereits mehrere Drohfaxe mit der Unterschrift „NSU 2.0“ erhalten. Nach dem ersten Drohfax im August 2018 kam heraus, dass Hintergrundwissen über die Anwältin aus dem polizeilichen Informationssystem eines Computers einer Beamtin des 1. Reviers in Frankfurt abgefragt worden war.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde eine mutmaßliche rechtsextreme Chatgruppe in der Frankfurter Polizei aufgedeckt. Staatsanwaltschaft und LKA ermitteln unter anderem wegen Volksverhetzung gegen sechs inzwischen suspendierte Beamte. Sie sollen sich über einen Messenger-Dienst beleidigende und fremdenfeindliche Bilder, Videos und Texte zugeschickt haben.

Von RND/dpa