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Politik im Rest der Welt Hat eine deutsche Künstlergruppe das Strache-Video gekauft?
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15:59 26.05.2019
Der Screenshot aus einem Video, das dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» und der «Süddeutschen Zeitung» zugespielt und von diesen veröffentlicht wurde, zeigt Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei einem Gespräch mit einer angeblichen russischen Oligarchin (nicht im Bild). Quelle: -/Spiegel/Süddeutsche Zeitung/dpa
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Berlin

Wie gelangte das Video von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache an die Öffentlichkeit? Bei der Rekonstruktion der Ereignisse gibt es offenbar ein neues Detail:

Laut einem Bericht des ZDF-Magazins „Frontal21“ spielt die deutsche KünstlergruppeZentrum für politische Schönheit“ (ZPS) eine Schlüsselrolle bei der Veröffentlichung des Ibiza-Videos.

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Demnach soll die Gruppe das Videomaterial gekauft und schließlich an die „Süddeutsche Zeitung“ und den „Spiegel“ weitergegeben haben.

Die Medien haben es letztendlich publiziert und so die Ibiza-Affäre um Strache aufgedeckt. Der ZDF-Bericht beruft sich dabei auf die Aussagen eines Mannes, der an dem entsprechenden Projekt beteiligt gewesen sein soll.

Twitter-Account gibt erste Hinweise auf Künstlergruppe

Die „Bild“-Zeitung schreibt, dass Mitglieder der Gruppe den ZDF-Bericht als „totalen Blödsinn“ bezeichnen – sie hätten kein Geld für die Aufnahmen ausgegeben.

Eine ZPS-Sprecherin dementierte den Bericht allerdings auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND): „Wir hatten noch nie irgendwo ein Leck. Das wird sich gegenüber der „Bild“-Zeitung als Allerletztes ändern.“ Zur Sache selbst äußerte sie sich nicht.

Das „Zentrum für politische Schönheit“ war bereits im Vorfeld mit dem Videomaterial in Verbindung gebracht worden.

Der Grund: Ein mysteriöser Twitter-Account, auf dem vor der Veröffentlichung des Videos ebenfalls belastendes Material gepostet wurde. Der erste Follower dieses Accounts war das „Zentrum für politische Schönheit“.

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Von RND/lf