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Politik im Rest der Welt Petry sorgt für ersten Eklat
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12:24 25.09.2017
AfD-Vorsitzende Petry: Abgang von der Bundespressekonferenz. Quelle: dpa
Berlin

Erster Eklat bei der AfD: Frauke Petry hat vor der Bundespressekonferenz angekündigt, nicht Mitglied der AfD-Fraktion im neuen Bundestag werden zu wollen. Erst dankte sie noch ihren Widersachern, die neben ihr saßen: den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland sowie ihrem Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen, dann verließ sie den Saal.

Damit sind die innerparteilichen Konflikte in der AfD unmittelbar nach ihrem Wahlerfolg dramatisch eskaliert. Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen hatte Petry zuvor heftig attackiert. Dass sie sich zuletzt in öffentlichen Äußerungen wiederholt von den beiden Spitzenkandidaten distanziert habe, sei „wenig hilfreich“ gewesen und „nicht hinnehmbar“, sagte er am Montag in Berlin.

Petry hatte der „Leipziger Volkszeitung“ vor der Wahl gesagt: „Es ist zu erleben, dass sich gerade viele bürgerliche Wähler abwenden. Das liegt auch an Schlagzeilen, wie sie in jüngster Zeit produziert wurden, und bei denen man sich jedes Mal fragt, ob sie tatsächlich wahr und damit ein Skandal sind.“ Damit hatte Petry unter anderem auf Gaulands Äußerungen zur Wehrmacht und Weidels Reichsbürger-Mail abgehoben. Die Parteichefin hatte zudem den Richtungsstreit und den erstarkenden rechten Flügel innerhalb der Partei kritisiert, der die AfD schwäche: „Die Gefahr für die Kanzlerin ist durch die internen Verwerfungen der AfD kleiner geworden.“

Die AfD hatte am Sonntag 12,6 Prozent der Stimmen erhalten und stellt 94 Abgeordnete. Sie bildet damit die drittgrößte Fraktion im Parlament. Petry konnte in ihrem sächsischen Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Direktmandat erringen und will als Einzelkandidatin im Bundestag sitzen. Neben ihr hatten zwei weitere AfDler in Sachsen Direktmandate errungen. Fraglich ist, ob sich weitere AfD-Abgeordnete ihr anschließen werden.

Meuthen ist Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. Er hatte in seinem Landesverband eine ähnliche Abspaltung in der Fraktion erlebt. Auch dort gerieten Fundamental-oppositionelle und Realos an einander. Meuthen selbst hatte nicht für den Bundestag kandidiert.

Von RND/dpa

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