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Politik im Rest der Welt Putin, Clinton, Steinmeier: Politiker nehmen Abschied von Chirac
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16:13 30.09.2019
Einer von vielen Gästen aus der Polit-Prominenz: Wladimir Putin (M), Präsident von Russland, beim Gottesdienst für Frankreichs verstorbenen Präsidenten Jacques Chirac. Quelle: Francois Mori/AP/dpa
Paris

Das französische Volk, Landespolitiker und internationale Gäste haben sich von Ex-Präsident Jacques Chirac verabschiedet. Der Staatsmann wurde am Montag mit militärischen Ehren gewürdigt, anschließend fand eine Trauerfeier in der Kirche Saint-Sulpice in der Innenstadt von Paris statt. Viele Bürger fanden warme Worte über den ehemaligen Staatspräsidenten.

Chirac war am Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben. Er prägte die französische Politik vier Jahrzehnte lang - war Bürgermeister von Paris, Premierminister und von 1995 bis 2007 Frankreichs Staatspräsident. International wurde er als großer Diplomat anerkannt. Nach dem Ende seiner Amtszeit stieg seine Popularität. Bereits am Sonntag hatten ihn Tausende Trauernde im Invalidendom geehrt, wo sein Leichnam aufgebahrt war.

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Auch Steinmeier erweist Chirac die Ehre

Neben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nahmen auch dessen Vorgänger François Hollande und Nicolas Sarkozy Abschied. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war ebenso anwesend wie Russlands Präsident Wladimir Putin und der frühere US-Präsident Bill Clinton.

Der Tag begann mit einem privaten Gottesdienst, danach folgten die militärischen Ehren unter Leitung von Macron nahe dem Grab von Napoléon Bonaparte im Hof des Invalidendoms. Eine Militärkapelle spielte die Nationalhymne La Marseillaise, auf Chiracs Sarg lag eine Nationalfahne. Anschließend wurde der Sarg in die Kirche Saint-Sulpice gefahren, wo Pianist Daniel Barenboim spielte. Auf dem Weg zur Kirche hatten sich Trauernde versammelt. Applaus brach los, als der Wagen an ihnen vorbeifuhr.

Staatstrauer für Frankreichs verstorbenen Ex-Präsidenten Chirac

Vor dem Invalidendom sagte die Trauernde Nathalie Kabongo, Chirac erinnere sie an "Politik, die näher am Volk war". "Abgesehen vom Präsidentensein war er (...) ein warmer Mann, ein Mann nah am Volk, lächelnd und mit Herz."

An der Kirche Saint-Sulpice stand die Trauernde Nadine Prevost. Der Ex-Präsident sei ein großartiger Mann gewesen, "der eine absolut fantastische Klasse bewahrt hat, unter allen Umständen". Chirac habe gewusst, wie man einfach und mit Größe zu jedem sprechen kann.

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RND/AP

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