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Politik im Rest der Welt Lehrergewerkschaften unterstützen Vorstoß für Digitalpakt II
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13:20 11.06.2019
Ist die Digitalisierung in den Schulen wirklich sichergestellt? Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Berlin

Lehrergewerkschaften unterstützen die Forderung des Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Alexander Lorz, nach einem Digitalpakt II. „Der Digitalpakt muss verstetigt werden. Die Gelder müssen kontinuierlich fließen“, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Es reicht nicht, einmal Hard- und Software für die Schulen anzuschaffen. Diese müssen aktualisiert, administriert und gewartet werden“, sagte Tepe zur Begründung. Die GEW-Chefin betonte: „Dafür ist auch Personal notwendig, das über entsprechendes technisches Know-how verfügt.“ Zudem erfordere die Digitalisierung „eine permanente und nachhaltige Qualifizierung der Lehrkräfte“, sagte Tepe.

Eine Frage der fachlichen Expertise

„Wir haben stets darauf hingewiesen, dass sowohl die jetzige Höhe als auch die Einmaligkeit der Investition der enormen Herausforderung nicht gerecht werden“, sagte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, dem RND. „Die Verlängerung des Digitalpakts und damit auch die Aussicht auf Verstetigung der Gelder ist ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte er.

Die Probleme gingen „nicht erst dabei los, dass in fünf Jahren die jetzt angeschafften Geräte veraltet sind“, fügte Beckmann hinzu. „Es geht auch darum, dass die Geräte regelmäßig mit neuer Software versorgt werden müssten – und von jemandem gewartet werden müssen, der die fachliche Expertise dazu hat“, sagte der VBE-Chef.

Auch die FDP unterstützt den Vorstoß

Unterstützung erhielt Lorz für seinen Vorstoß auch von der stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Katja Suding. „Die Forderung des KMK-Präsidenten Lorz nach einem weiteren Digitalpakt kommt zum richtigen Zeitpunkt“, sagte sie. „Nach dem Sommer kommen zwar Technik und Geräte an die Schulen, aber für Lehrerfortbildungen, Wartung der Geräte und digitale Schulbücher fehlen fast überall die Mittel“, fügte die FDP-Politikerin hinzu.

Suding forderte: „Wir brauchen rasch einen Digitalpakt 2.0, der sicherstellt, dass Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler von den Investitionen in die Technik tatsächlich profitieren."

Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Alexander Lorz (CDU), hatte im Interview mit dem RND einen Digitalpakt II gefordert, um die Entwicklung der Schulen im Internetzeitalter dauerhaft sicherstellen zu können. „Auf den Digitalpakt, der 2024 ausläuft, muss ein Digitalpakt II oder Ähnliches folgen“, sagte er dem RND. „Die Digitalisierung in den Schulen ist eine Daueraufgabe, die Länder sollten auf den Kosten später nicht allein sitzen bleiben“, fügte er hinzu.

Lesen Sie das gesamte Interview mit KMK-Präsident Alexander Lorz: Youbtube gehört in den Unterricht

Von Tobias Peter/RND

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