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Politik im Rest der Welt Salvini wirft „Sea Watch“ Piraterie vor
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Salvini wirft „Sea Watch“ Piraterie vor
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13:07 27.06.2019
Matteo Salvini am Mittwoch im italienischen Fernsehen. Auf einem Bildschirm im Hintergrund sieht man das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“. Quelle: Samantha Zucchi/imago/Insidefoto
Rom

In den zwei Wochen, die seit der Rettung der Flüchtlinge vor der libyschen Küste vergangen seien, hätte das Schiff bereits zwei Mal die Niederlande erreichen können, unter deren Flagge es fährt, betonte er am Donnerstag auf Twitter. „Sie haben nahe gelegene sichere Häfen abgelehnt“, betonte er unter Anspielung auf Malta, Griechenland und Tunesien.

Das Schiff war am Mittwoch ohne Genehmigung in italienische Gewässer vor der Insel Lampedusa gefahren. Salvini, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist, warf der Besatzung der „Sea-Watch 3“ überdies Piraterie vor. Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch halte sich illegal vor Lampedusa auf.

Trump als Vorbild? Salvini denkt über Mauer zu Slowenien nach

Der Lega-Chef rief Deutschland und die Niederlande auf, die geretteten Flüchtlinge auf dem Schiff aufzunehmen. Beiden Ländern hielt Salvini in unflätiger Sprache Untätigkeit vor.

Falls sie die Aufnahme der Migranten zusagten, werde er diese umgehend in Lampedusa an Land lassen. Vor dem Hintergrund wachsender Zahlen von Flüchtlingen, die über die Balkanroute nach Italien gelangen, erwägt Salvini ferner den Bau einer Mauer an der Grenze zu Slowenien.

Unterdessen geht die Hängepartie für 42 gerettete Migranten und die Crew der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch weiter. Das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ befand sich am Donnerstagmorgen weiterhin vor der Küste der sizilianischen Insel Lampedusa.

Von RND/epd/dpa

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