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Politik im Rest der Welt Senatorin: Ich wurde in der Air Force vergewaltigt
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18:35 07.03.2019
Martha McSally sagt, sie sei von einem Vorgesetzten bei der US-Luftwaffe vergewaltigt worden Quelle: J. Scott Applewhite/AP
Washington

Die republikanische US-Senatorin Martha McSally aus Arizona hat vor einem Senatsausschuss am Mittwoch (Ortszeit) von einer Vergewaltigung durch einen Vorgesetzten bei einem US-Militär berichtet. Die 52-Jährige war 26 Jahre lang bei der Air Force. Als erste Frau flog sie einen Kampfeinsatz. 2010 schied sie aus dem Dienst aus, 2014 wurde sie ins Repräsentantenhaus gewählt. Seit diesem Jahr ist sie Mitglied des Senats - sie übernahm dort den Sitz des verstorbenen John McCain.

Vor dem Ausschuss sagte McSally nun: „Die Täter missbrauchen ihre Machtposition in tiefgreifender Weise, und in einem Fall wurde ich von einem vorgesetzten Offizier verfolgt und dann vergewaltigt.“ Einen Namen nannte sie nicht.

„Ich habe mir selbst die Schuld gegeben“, sagt die Senatorin

Sie habe jahrelang geschwiegen, sagte McSally. Als dann aber immer mehr Skandale innerhalb des Militärs ans Licht gekommen seien - und die „unangemessene Reaktion darauf“ - habe sie einigen Menschen wissen lassen wollen: „Ich bin auch eine Überlebende.“ Der Ausschuss befasste sich am Mittwoch mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs beim US-Militär.

McSally sagte: „Wie so viele andere Frauen und Männer habe ich dem System damals nicht vertraut. Ich habe mir selbst die Schuld gegeben. Ich habe mich geschämt, und ich war verwirrt. Ich dachte, ich sei stark, aber ich habe mich machtlos gefühlt.“

Eine Demokratin unterstützt McSally

Die US-Luftwaffe teilte mit, man sei entsetzt und bedauere zutiefst, was McSally widerfahren sei. Es verstoße gegen all das, was es bedeutet, ein „Airman“ zu sein, heißt es in einer Erklärung von Sprecherin Carrie Volpe. „Wir stehen hinter ihr und allen Opfern sexuellen Missbrauchs.“

Die demokratische Senatorin Tammy Duckworth, die als Soldatin im Irakkrieg beide Beine verlor, sagte nach der Anhörung, dass das Militär „beim Umgang mit sexuellen Übergriffen komplett gescheitert“ sei.

Von RND/AP/jps

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