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Politik im Rest der Welt Sexistische Beleidigung: Südtiroler muss als Strafe auf Bauernhof arbeiten
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20:15 06.10.2019
Vor Gericht – eine Statue der Justitia hält als Symbol eine Waage in ihrer Hand.
Bozen

Wegen einer sexistischen Beleidigung der Südtiroler Landtagsabgeordneten Jasmin Ladurner muss ein 50 Jahre alter Mann einen Monat auf einem Bergbauernhof arbeiten. Wie die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag berichtete, hatte der Verwaltungsangestellte nach einem Interview der 25-jährigen Politikerin der Südtiroler Volkspartei (SVP) einen anzüglichen Kommentar auf deren Facebook-Seite gesetzt. „Eine vulgäre Äußerung, ungehörig, sexistischer Natur, die auf mein Geschlecht, auf meinen Körper zielte“, sagte Ladurner dem „Corriere“.

Ladurner zeigte den anonymen Kommentator an, die Carabinieri ermittelten dessen Identität. Er habe nur „geistreich, ironisch, witzig“ sein wollen, habe sich der Mann entschuldigt. Er muss nun einen Monat gemeinnützige Arbeiten auf einem Bergbauernhof verrichten. Welche das sein werden, entscheidet der Bauer.

Opfer war als jüngste Abgeordnete aller Zeiten in Südtiroler Landtag eingezogen

„Ich habe verlangt, dass dieser Mann in sich geht, um auch ein Signal nach außen zu geben, an die Frauen, die solche Art von Beleidigung erfahren. Es ist Zeit, Basta zu sagen und nicht mehr passiv zu leiden“, sagte Ladurner.

Sie war 2018 als jüngste Abgeordnete aller Zeiten in den Südtiroler Landtag eingezogen. Die SVP ist seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg stärkste politische Kraft in der überwiegend deutschsprachigen autonomen Provinz. Ladurner hatte laut ihrem Lebenslauf nach Studium in Innsbruck und Berlin auch ein Jahr als politische Referentin für den damaligen bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) gearbeitet.

RND/dpa

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