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Politik im Rest der Welt So lief die zweite Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber
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08:11 31.07.2019
Die demokratischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur Pete Buttigieg, Bernie Sanders und Elizabeth Warren (v.l.) während der TV-Debatte. Quelle: Paul Sancya/AP/dpa
Detroit

Beim Kräftemessen der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA haben sich zehn der Kandidaten einen intensiven inhaltlichen Schlagabtausch geliefert. Während der live im US-Fernsehen übertragenen Debatte wurden am Dienstagabend (Ortszeit) auch die inhaltlichen Unterschiede zwischen den sehr linken und den eher moderaten Kandidaten deutlich. Auf persönliche Angriffe schienen die Kandidaten dabei bewusst zu verzichten.

„Ich weiß, wie man kämpft – und ich weiß, wie man gewinnt“, versprach Senatorin Elizabeth Warren (70), die zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählt. Sie werde sich mit Konzernen und Lobbyisten anlegen, um das Leben der Bürger im Land zu verbessern. „Wir haben ein korruptes System, das die Wohlhabenden bevorzugt“, erklärte die linke Senatorin.

Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders (77) gab sich kämpferisch. Er warb für die von ihm vorgeschlagene universelle Krankenversicherung. „Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht, kein Privileg“, sagte er. Zudem forderte der gerade bei jungen Wählern beliebte linke Senator „super-aggressives“ Handeln, um den Klimawandel zu bremsen. Dazu gebe es „keine Alternative“, sagte er.

Zweite Runde des TV-Duells folgt in der Nacht zu Donnerstag

Ein weiterer Favorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2020, der aufstrebende Bürgermeister Pete Buttigieg (37), gab sich als gemäßigter und pragmatischer Kandidat. Er verurteilte die jüngsten als rassistisch angesehenen Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump. Buttigieg versprach, sich für Aussöhnung einzusetzen, räumte aber auch ein, dass es keine schnelle Patentlösung gebe. „Wenn heute ein Schwarzer in die Notaufnahme kommt, werden seine Klagen über Schmerzen weniger erst genommen“, sagte er. Auch auf dem Arbeitsmarkt seien Schwarze weiter benachteiligt.

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Angesichts des großen Bewerberfeldes bei den Demokraten sind für die TV-Debatte zwei Abende angesetzt mit jeweils zehn Bewerbern. In der Nacht zu Donnerstag folgt die zweite Runde: Dann werden unter anderen Ex-Vizepräsident Joe Biden und die Senatorin Kamala Harris aufeinandertreffen, deren Duell nach der ersten großen Debatte Ende Juni viel Aufmerksamkeit erhalten hatte.

Biden führt die Umfragen zu den demokratischen Bewerbern seit Wochen an. Derzeit liegen Warren, Sanders und Harris auf den Plätzen hinter ihm - allerdings mit einigem Abstand. Für die Republikaner will Präsident Trump erneut antreten.

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Von RND/dpa