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Politik im Rest der Welt So verteidigt Trump Rückzug von US-Truppen aus Syrien
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18:17 08.10.2019
Jetzt bremst die Türkei nichts mehr: Die USA machen den Weg frei für eine türkische Militäroffensive im Norden Syriens. US-Präsident Donald Trump verteidigt das Vorgehen. Quelle: imago/dpa/RND Montage
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Washington

US-Präsident Donald Trump hat den Rückzug von US-Truppen aus dem syrisch-türkischen Grenzgebiet verteidigt und die Türkei bei einem Einmarsch in Syrien vor Fehlverhalten gewarnt. Sollte die Türkei sich nicht „human“ verhalten, werde das schwere wirtschaftliche Konsequenzen für das Land haben, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. Ein klares Bekenntnis zum Schutz der bisherigen kurdischen Verbündeten, die gemeinsam mit US-Truppen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekämpft haben, machte er nicht.

Trump war auch aus den eigenen Reihen vorgeworfen worden, die Kurdenmilizen in Nordsyrien im Stich zu lassen. Der Präsident sagte, er habe Verständnis sowohl für die Befürworter als auch für die Kritiker des Rückzugs. Wenn die Truppen dort aber blieben, sei unklar, wann sie jemals abgezogen werden könnten. Trump sagte, bei den zurückgezogenen Truppen habe es sich lediglich um 50 US-Soldaten gehandelt. „Ich möchte nicht, dass sie in einer schlechten oder kompromittierenden Position sind.“

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Trump: Sind nicht bereit, für gefangene IS-Kämpfer aufzukommen

Trump kritisierte erneut Staaten wie Deutschland und Frankreich, die sich geweigert hätten, ihre Staatsbürger unter den gefangen genommenen IS-Kämpfern zurückzunehmen. Es sei jetzt Aufgabe der Türkei und auch europäischer Länder, sich um diese gefangen genommenen IS-Kämpfer und deren Familien zu kümmern. Insgesamt handele es sich um 60.000 bis 70.000 Personen. Die USA seien nicht bereit dazu, für die Gefangenen aufzukommen.

Lesen Sie auch: USA geben der Türkei freie Hand in Syrien – das sind die Folgen

RND/dpa

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