Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt Tausende Migranten warten auf Einreise nach Mexiko
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt Tausende Migranten warten auf Einreise nach Mexiko
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:26 20.10.2018
Seit Beginn der Woche haben sich Tausende Migranten an der guatemaltekischen Grenze zu Mexiko gesammelt, unter ihnen viele Kinder und Frauen. Quelle: Moises Castillo//dpa
Anzeige
Ciudad Hidalgo

Tausende Migranten aus Mittelamerika warten auf ihrem angestrebten Weg in die USA an einem Grenzübergang zwischen Guatemala und Mexiko. Einige versuchten zuletzt, den Grenzfluss Suchiate zu überqueren, um ohne formal nötige Registrierung ihren Weg fortsetzen, wie die Bürgermeisterin der zuständigen Gemeinde, Sonia Eloina Hernández Aguilar, berichtete. „Sie bewegen und organisieren sich, um den Fluss zu überqueren und weiterzugehen.“

Die Menschen hatten die Nacht über auch auf der Grenzbrücke geschlafen. Wie viele genau es seien, wisse man nicht, so die Bürgermeisterin. In Flüchtlingsunterkünften in ihrer Gemeinde seien etwa 3000 Menschen untergebracht.

Anzeige

Mehr als 5000 Migranten harren an der Grenze aus

Am Freitag hatten die Migranten einen Grenzzaun zwischen den beiden lateinamerikanischen Ländern überwunden, um nach Mexiko zu gelangen und von dort aus bis an die US-Grenze weiterzureisen. Schätzungen zufolge befanden sich zwischen 5000 und 6000 Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala an der Grenze. Einige Dutzende traten freiwillig die Rückkehr nach Honduras per Bus an, wie die Nationale Zivilpolizei Guatemalas auf Twitter mitteilte.

Der Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, traf am Morgen in Guatemala ein, um sich dort mit seinem Amtskollegen Jimmy Morales zu treffen, wie die guatemaltekische Regierung auf Twitter mitteilte. Morales und Hernández wollten über eine Strategie und die Logistik sprechen, um die Migranten wieder nach Honduras zu bringen, hieß es.

Trump fordert Migranten zur Rückkehr auf

US-Präsident Donald Trump hatte die Migranten zuvor zur Rückkehr aufgefordert. „Sie kommen nicht in dieses Land, sie können genausogut umdrehen“, sagte Trump. Der US-Präsident unterstellte, bei vielen der Migranten handele es sich um Straftäter. „Eine ziemlich große Prozentzahl dieser Menschen sind Kriminelle“, sagte Trump. Woher er diese Information haben will, sagte er nicht. Trump hatte angedroht, die Grenze zu Mexiko zu schließen. Er betonte, er werde diesmal nicht die Nationalgarde, sondern die regulären Streitkräfte rufen. Ob das rechtmäßig wäre, ist unklar. Ein Bundesgesetz verbietet es den US-Streitkräften, als Polizeigewalt in den USA Recht und Gesetz durchzusetzen.

Von RND/dpa/lf