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Politik im Rest der Welt Terroranschlag in Nairobi: 14 Menschen getötet
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11:39 17.01.2019
Kenianische Sicherheitskräfte verlassen den Tatort. Quelle: Ben Curtis/AP/dpa
Nairobi

Bei dem Anschlag auf ein Hotel in Kenias Hauptstadt Nairobi sind Präsident Uhuru Kenyatta zufolge 14 unschuldige Menschen getötet worden. Alle Terroristen seien „neutralisiert“ worden, sagte er am Mittwoch, der Einsatz gegen die Terroristen sei beendet worden. Zuvor war lange die Zahl der Opfer nicht bekanntgegeben worden.

Unter den Todesopfern des Terroranschlags in Kenias Hauptstadt Nairobi sind auch ein Brite und ein US-Amerikaner. Der britische Hochkommissar Nic Hailey sagte am Mittwoch in einer Videobotschaft auf Twitter über den getöteten Briten: „Wir unterstützen seine Familie und Freunde in dieser schweren Zeit.“ Ein Vertreter des US-Außenministeriums bestätigte, dass bei dem Anschlag auf den Komplex des Luxushotels DusitD2 auch ein US-Bürger getötet wurde. Aus Respekt vor der Familie wolle man aber keine Details bekanntgeben, sagte der Mitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte.

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Kenyattas Formulierung von 14 unschuldigen Todesopfern ließ zunächst die Frage nach Verlusten der Sicherheitskräfte und der Extremisten offen.

Unklar war zudem, wie es zu dem Anschlag am Dienstag auf den luxuriösen Hotelkomplex, in dem sich auch etliche Büros, Läden und Restaurants befinden, kommen konnte. Die Terrorgruppe Al-Shabaab reklamierte das Attentat für sich.

Auch am Morgen Explosionen

Noch am frühen Mittwochmorgen berichtete ein Reporter vor Ort von Explosionen und Schüssen im Umfeld des Hotels. Das Innenministerium meldete fast zeitgleich, für die Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr mehr, alle Gebäude und die Gegend rund um das Hotel seien gesichert. „Alle Gebäude und die Umgebung sind sicher.“

Zum möglichen Ziel des Attentats gab es erste Erkenntnisse. Mawira Mungania, ein Beamter der Anti-Terror-Polizeieinheit, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, eine von US-Amerikanern organisierte Konferenz sei Ziel gewesen. Die Veranstaltung sollte ursprünglich in dem von Terroristen angegriffenen Luxushotel stattfinden. Der Ort der Konferenz, an der auch US-Amerikaner teilnehmen sollten, sei in letzter Minute geändert worden, sagte Mungania.

Al-Shabaab kämpft in dem Krisenstaat Somalia am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft. Weil die kenianischen Streitkräfte die somalische Regierung im Rahmen einer Mission der Afrikanischen Union (AU) gegen die Terrormiliz unterstützen, verübt Al-Shabaab auch immer wieder Anschläge in Kenia.

Einige Angreifer verschanzten sich

Der Anschlag hatte mehrere Stunden gedauert. Zunächst kam es am Dienstagnachmittag zu einer Explosion vor dem Hotel DusitD2, dann zu einem Selbstmordanschlag im Foyer, wie die Polizei erklärte. Die Angreifer „schossen willkürlich um sich, aber ich hatte Glück und konnte wegrennen und mich verstecken“, sagte Augenzeuge Joseph Katana, der in dem Gebäudekomplex arbeitete.

Einige Angreifer verschanzten sich der Polizei zufolge stundenlang in dem Hotelkomplex. Am späten Abend sagte Innenminister Fred Matiang'i, die Lage sei „unter Kontrolle“. Allerdings war noch unklar, was aus den Angreifern geworden war. Bei ihnen handelte es sich laut der Zeitung „The Star“ um sechs schwer bewaffnete Männer.

In dem Hotelkomplex hat unter anderem der deutsche Softwarehersteller SAP ein Büro. Alle SAP-Mitarbeiter hätten das Gebäude verlassen können und seien in Sicherheit, teilte eine Unternehmenssprecherin mit.

Außenminister Maas äußert sich bestürzt

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, er sei „bestürzt über den menschenverachtenden Terroranschlag in Nairobi“. UN-Generalsekretär António Guterres drückte seine Solidarität mit den Menschen, der Regierung und dem Präsidenten von Kenia aus und verurteilte den „schrecklichen Terrorakt“. Auch Mogadischus Bürgermeister Abdirahman Osman twitterte, er verurteile im Namen der Bürger der Hauptstadt Somalias die Tat.

Das Hotel befindet sich unweit des Westgate-Einkaufzentrums, wo im Jahr 2013 bei einem Terroranschlag mindestens 67 Menschen starben. Der Angriff damals dauerte stundenlang an und die Behörden und Sicherheitskräfte wurden für ihren Umgang mit dem Vorfall scharf kritisiert.

Von RND/dpa/AP